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JAHRGANG 1954
Januar 1954

Sonntag, 3. Januar 1954


1. Mose 45,1-8; Apostelgeschichte 9,5

Wie Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab, so gibt Sich Jesus Christus, der Heiland der Welt, auch heute solchen Herzen zu erkennen, die bußfertig vor Ihn kommen. Ja, es verlangt Ihn danach, ihnen die Last vom Gewissen zu nehmen, sie glücklich und selig zu machen. Vielleicht sind auch unter unseren Lesern manche, denen der Sohn Gottes heute begegnen und Sich ihnen offenbaren will. O möchten sie doch keinen Tag mehr zögern, sondern Vertrauen zu Ihm fassen und glaubensvoll die Knie vor Ihm beugen. Er spricht ja: „Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen!“ [Lies Joh. 3,16.17; Luk. 19,1-10.] Als Joseph die bestürzten Angesichter seiner Brüder sah, sprach er zu ihnen: „Tretet doch her zu mir“. Dabei blickten seine Augen sie so freundlich und liebevoll an, daß sie es wirklich wagten und nähertraten. Joseph konnte in ihren Herzen lesen. Er sah, daß sie wohl an jene Stunde dachten, da sie ihn einst an die Ägypter verkauft hatten. Darum sagte er ihnen, daß all das, was sie ihm angetan hatten, unter göttlicher Zulassung geschehen war. Ja, immer wieder betonte er es, daß Gott es war, der ihn nach Ägypten geschickt habe. [Lies 1. Mose 45,5.7.8; Jes. 40,1.2.] Joseph hatte also, wie wir sehen, in den mannigfachen Führungen seines Lebens erkannt, daß nicht Menschen, sondern daß eine höhere Macht über ihm waltete. Er war zu der Erkenntnis gekommen: Hinter den Brüdern, die mir so Schweres zugefügt haben, steht Gott, der große und weise Pläne mit mir und durch mich zur Ausführung bringen will! Und als ihm dies klar geworden, da konnte er auch seinen Brüdern nicht mehr zürnen, waren sie doch nur Werkzeuge in Gottes Hand. Ach, wie wird das Herz so entlastet, froh und frei, wenn man zu dieser Erkenntnis kommt. Da kommt man wirklich zur Ruhe, wenn man in allen Lagen des Lebens erkennt: Ich habe es nicht mit Menschen, sondern ich habe es mit Gott zu tun! (Vgl. 2. Sam. 16,10-12; Apg. 4,24-28.)

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