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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 671 ( Josef gibt sich seinen Brüdern unter Tränen zu erkennen und erklärt ihnen Gottes Plan in seiner Lebensgeschichte )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

31. Josef gibt sich seinen Brüdern unter Tränen zu erkennen und erklärt ihnen Gottes Plan in seiner Lebensgeschichte (1. Mose 45,1-8)


1. MOSE 45,4-8

4 Er aber sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 5 Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. 6 Denn dies sind zwei Jahre, daß es teuer im Lande ist; und sind noch fünf Jahre, daß kein Pflügen und Ernten sein wird. 7 Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, daß er euch übrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine große Errettung. 8 Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über all sein Haus und zum Fürsten in ganz Ägyptenland

PSALM 129 ,1-4

1 Ein Lied im höhern Chor. Sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf, so sage Israel, 2 sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht. 3 Die Pflüger haben auf meinen Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen. 4 Der HERR, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.

Alle Bitterkeit war also von Joseph gewichen, und er sprach mit seinen Brüdern voller Freundlichkeit. Dabei nannte er zwar ihre Sünde und Schuld, aber ohne sie anzuklagen. Er tröstete sie, indem er auf Gottes wunderbare Führung hinwies, der ihre Sünde zum Heil gewandt hatte. – Wie oft haben wir schon geseufzt, wenn Menschen uns Schweres zufügten. Vielleicht haben wir uns auch darüber geärgert oder bitteren Gedanken Raum gegeben. O wie haben wir uns das Leben dadurch so schwer gemacht! Es war ja nur der Herr, der uns durch diese Nöte und Schwierigkeiten führte, damit Er uns erziehen könnte zu unserem wahren Besten. Was würde wohl aus uns werden, wenn unser Leben so ganz reibungslos verlaufen würde? Dann hätten wir ja gar keine Gelegenheit, uns in den Tugenden des Herrn Jesu zu üben, ja, wir hätten gar keine Gelegenheit, in das Bild des Lammes umgestaltet zu werden. Und doch ist dies unseres großen Gottes heiliger Plan für dich und für mich! [Lies Röm. 8,28-30; 5,3.4; Jak. 1,3.4.]

Römer 8,28-30 -- 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. 29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht, welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. / Römer 5,3.4 -- 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt; 4 Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung; / Jakobus 1,3.4 -- 3 Und wisset, daß euer Glaube, wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirkt. 4 Die Geduld aber soll festbleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet.

Wir dürfen verstehen lernen: Für alle ernstlich nach Heiligung strebenden Jünger und Jüngerinnen des Herrn muß es durch viele Demütigungen und tiefes Zerbrochenwerden gehen, und nicht selten benützt der Herr dazu gerade unsere Nächsten. Lieber Bruder, liebe Schwester, wir wollen darum von heute an nicht mehr auf die Menschen sehen und was sie uns antun, sondern wir wollen uns den rechten Blick schenken lassen und über die Menschen hinaus auf den Herrn sehen. Dann können wir viel leichter freudige Überwinder sein und in unserem kurzen Erdenleben zur Ehre des Herrn durchkommen. Die Schrift sagt: „Auf Ihn blickend werden wir verwandelt in Sein Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, das wirkt der Herr, das wirkt Sein Geist!“ (Lies Hebr. 12,1-11.)

Hebräer 12,1-11 -- 1 Darum wir auch, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist. 2 und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes. 3 Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset. 4 Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden in den Kämpfen wider die Sünde 5 und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu Kindern: "Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des HERRN und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn welchen der HERR liebhat, den züchtigt er; und stäupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt." 7 So ihr die Züchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sind alle teilhaftig geworden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. 9 Und so wir haben unsre leiblichen Väter zu Züchtigern gehabt und sie gescheut, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem Vater der Geister, daß wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt wenig Tage nach ihrem Dünken, dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlangen. 11 Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind.

(Montag, 4. Januar 1954)

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