BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

28. Josef ist tief gerührt durch die Begegnung und speist mit den ahnungslosen Brüdern nach hebräischer Reinheits-Ordnung (1. Mose 43,27-34)


1. MOSE 43,33.34

33 Und man setzte sie ihm gegenüber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Jüngsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander. 34 Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fünfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm.

1. KORINTHER 3,3

dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise?

Von der besten Speise ließ Joseph nun Benjamin fünfmal mehr als seinen Brüdern zuteilen. Damit wollte er ihn besonders auszeichnen und der Freude Ausdruck geben, die er über sein Wiedersehen empfand. Mit dieser Bevorzugung sollte es sich zeigen, ob die Brüder immer noch die gleiche Gesinnung hatten wie ehemals, ob sie mißgünstige Blicke auf Benjamin warfen oder nicht. Wahrscheinlich beobachtete Joseph daraufhin seine Brüder ziemlich scharf. Doch es war nichts mehr von Neid und Mißgunst bei ihnen zu bemerken, und das freute ihn. Offenbar hatten sie den Neid abgelegt und gönnten Benjamin von Herzen die liebevolle Behandlung. – Bist du auch noch neidisch? O, der Neid ist eine abscheuliche Sünde – leider eine sehr verbreitete Sünde. Ach, dürften wir es glauben und sagen, daß es unter den Kindern Gottes keinen Neid, keine Mißgunst mehr gäbe! Aber leider, bei besonderer Prüfung, müssen wir zugeben, daß auch bei uns diese Sünde des Neides noch zu finden ist und daß der Geist Gottes auch bei uns noch ein sehr gründliches Werk tun muß, wenn diese häßliche Sünde wirklich bis auf den innersten Grund beseitigt werden soll in unseren Herzen. Es ist sogar möglich, daß man sich im Glaubensleben um innere Segnungen beneidet. Dies bedeutet natürlich eine besondere Befleckung und einen schlimmen Aufenthalt im Leben von Kindern Gottes. [Lies Ps. 106, 16. 17; 4. Mose 12, 1 – 10.]

Psalm 106,16.17 -- 16 Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN. 17 Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams, / 4. Mose 12,1-10 -- 1 Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen, der Mohrin, die er genommen hatte, darum daß er eine Mohrin zum Weibe genommen hatte, 2 und sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hörte es. 3 Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch über alle Menschen auf Erden. 4 Und plötzlich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht heraus, ihr drei, zu der Hütte des Stifts. Und sie gingen alle drei heraus. 5 Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in der Hütte Tür und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus. 6 Und er sprach: Höret meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht oder will mit ihm reden in einem Traum. 7Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu ist. 8 Mündlich rede ich mit ihm, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden? 9 Und der Zorn des HERRN ergrimmte über sie, und er wandte sich weg; 10 dazu die Wolke wich auch von der Hütte. Und siehe da war Mirjam aussätzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, daß sie aussätzig ist

Lieber Bruder, liebe Schwester, prüfe dich heute, wie viel in deinem Herzen von dieser Sünde vorhanden ist. O beneide doch auch auf geistlichem Gebiet niemand mehr! Vielmehr freue dich, wenn der Herr äußere oder innere Gnaden und Gaben Seinen Kindern verleiht. Dann wirst du erst die richtigen Wirkungen der Gnade Gotte in deinem Innersten erleben und dich richtig des Herrn freuen können. [Lies 1. Kor. 13, 4; 1. Petr. 2, 1; Jak. 3, 13 – 18.]

1. Korinther 13,4 -- Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, / 1. Petrus 2,1 -- So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden, / Jakobus 3,13-18 -- 13 Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. 14 Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht wider die Wahrheit. 15 Das ist nicht die Weisheit, die von obenherab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch. 16 Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding. 17 Die Weisheit von obenher ist auf's erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. 18 Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesät im Frieden denen, die den Frieden halten.

(Samstag, 31. Oktober 1953)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 10:57 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)