BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 664 ( Josef ist tief gerührt durch die Begegnung und speist mit den ahnungslosen Brüdern nach hebräischer Reinheits-Ordnung )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

28. Josef ist tief gerührt durch die Begegnung und speist mit den ahnungslosen Brüdern nach hebräischer Reinheits-Ordnung (1. Mose 43,27-34)


1. MOSE 43,34

34 Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fünfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm.

1. KORINTHER 3,18.19

18 Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünkt weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein. 19 Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: "Die Weisen erhascht er in ihrer Klugheit."

Obwohl Benjamin das Fünffache von dem bekam, was seine Brüder erhielten, so lesen wir nichts davon, daß er dadurch etwa hochmütig geworden wäre. Der Hochmut liegt uns so sehr nahe. Hochmut und Einbildung aber nehmen dem Menschen in Gottes Augen und auch vielfach in der Menschen Augen seinen Wert. Nur der, welcher frei ist von Einbildung und Selbstüberhebung, kann Gott gefallen und vermag etwas auszurichten im Königreich Gottes und auch in der Welt! Die Schrift sagt: „Des Menschen Hoffahrt wird ihn erniedrigen. Wer dagegen niedrigen Geistes ist, der wird Ehre erlangen.“ [Lies Ps. 10, 17; Spr. 26, 12; Jes. 11, 4; Matth. 11, 29; Ps. 119, 67. 71. 75.]

Psalm 10,17 -- Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket, / Sprüche 26,12 -- Wenn du einen siehst, der sich weise dünkt, da ist an einem Narren mehr Hoffnung denn an ihm. / Jesaja 11,4 -- sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten. / Matthäus 11,29 -- 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. / Psalm 119,67.71.75 -- 67 Ehe ich gedemütigt ward, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. ... 71 Es ist mir lieb, daß du mich gedemütigt hast, daß ich deine Rechte lerne. ... 75 HERR, ich weiß, daß deine Gerichte recht sind; du hast mich treulich gedemütigt.

Erhebst du dich in deinem Herzen über einen schwächeren Bruder oder eine schwächere Schwester, so befindest dich in großer Gefahr, ja, du beladest dich schon dadurch mit Sünde. Im Reiche Gottes gilt das Wort: „Wenn sich einer einbildet, er sei etwas und ist doch nichts, der täuscht und betrügt sich selbst. Wer da meint, er stehe fest, der sehe zu, daß er nicht doch noch zu Fall komme.“ Wenn wir einen anderen missachten oder gar verurteilen, so liegt das nur an unserem Hochmut und unserer Kurzsichtigkeit. Man dünkt sich vielleicht groß und ist gerade deshalb nicht viel wert in den Augen Gottes. Wie sehr also müssen wir den Hochmut fürchten wegen seiner blendenden und täuschenden Macht. Er verfinstert unseren Blick und macht uns unwahr. Ja, hilflos sind wir, und jedem Sündenfall preisgegeben, wenn wir zum Hochmut neigen; denn unzählige Gefahren der Sünde liegen auf dem Weg des hochmütigen Menschen. Deshalb mahnt uns unser liebender Gott immer neu in Seinem Wort zu einem vorsichtigen und demütigen Wandel. [Lies Röm. 12, 3. 16; 2. Kor. 3, 5. 6.]

Römer 12,3.16 -- 3 Denn ich sage euch durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern daß er von sich mäßig halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilt hat das Maß des Glaubens. ... 16 Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. / 2. Korinther 3,5.6 -- 5 Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, 6 welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstaben, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

(Sonntag, 1. November 1953)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 10:57 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)