BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

36. Jakob bringt seine Familie in Sicherheit und ringt nachts alleine mit einem Mann am Jabbok (1. Mose 32,23-27)


1. MOSE 32,25-27

25 und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.

HOSEA 12,4-6

4 Er hat in Mutterleibe seinen Bruder an der Ferse gehalten, und in seiner Kraft hat er mit Gott gekämpft. 5 Er kämpfte mit dem Engel und siegte, denn er weinte und bat ihn; auch hat er ihn ja zu Beth-El gefunden, und daselbst hat er mit uns geredet. 6 Aber der HERR ist der Gott Zebaoth; HERR ist sein Name.

Es war ein Gewaltiger, der dort mit Jakob am Jabbok rang. Er sah Sein Angesicht nicht und bekam auch kein Wort aus dem Munde des Mächtigen zu hören. Er spürte nur den Widerstand: Der Unbekannte wollte ihn nicht über die Grenze lassen, wenn er sich nicht gänzlich überwinden ließ. Lange dauerte der starke Kampf. Schließlich aber machte der allmächtige Herr dem Widerstand Jakobs ein Ende, indem er ihn auf die Hüfte schlug und dieselbe verrenkte. Nun war er gänzlich machtlos. Jetzt blieben ihm nur noch geistliche Waffen, und er klammerte sich mit Ringen und Flehen an den Herrn. [Lies 1. Chron. 4,10; vgl. Jes. 41,17-20; Luk. 18,1-8.]

1. Chronik 4,10 -- Und Jaebez rief den Gott Israels an und sprach: Ach, daß du mich segnetest und meine Grenze mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest mit dem Übel, daß mich's nicht bekümmere! Und Gott ließ kommen, was er bat. / Jesaja 41,17-20 -- 17 Die Elenden und Armen suchen Wasser, und ist nichts da; ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. 18 Sondern ich will Wasserflüsse auf den Höhen öffnen und Brunnen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserseen machen und das dürre Land zu Wasserquellen; 19 ich will in der Wüste geben Zedern, Akazien, Myrten und Kiefern; ich will dem Gefilde geben Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander, 20 auf daß man sehe und erkenne und merke und verstehe zumal, daß des HERRN Hand habe solches getan und der Heilige in Israel habe solches geschaffen. / Lukas 18,1-8 -- 1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle, 2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3 Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, 5 dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich. 6 Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? 8 Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?

Wer es wagt, mit Gott zu kämpfen, der wird nicht ohne Verletzung aus dem Kampf hervorgehen. Gott muß oft stark zupacken, um unseren Eigenwillen und Eigensinn zu zerbrechen. Lange dauert bei vielen Gläubigen dieser Kampf zwischen Natur und göttlicher Gnade, zwischen Finsternis und Licht, zwischen Fleisch und Geist, ohne daß es zu einer vollen, klaren Entscheidung kommt. Ja wahrlich, wie viel Mühe hat doch der Allmächtige in den meisten Fällen, bis endlich der Eigenwille, die eigene Kraft des Gläubigen zerbrochen ist. Und doch wird niemand zu einem Überwinder, der sich nicht zuvor voll und ganz überwinden und zerbrechen ließ durch die Gnadenmacht seines Gottes. Bis zu diesem wichtigen Wendepunkt werden wir immer Niederlagen haben gegenüber der Sünde, dem Ichleben und der Welt! Die Natur ist ja noch zu stark in uns. Dann aber, wenn endlich die Gnade einen vollen und ganzen Sieg über dich gewonnen hat, wird sie dich auch zum Sieger machen! (Lies Röm. 7,25; Gal. 2,20; Röm. 6,14.17.22.)

Römer 7,25 -- Ich danke Gott durch Jesum Christum, unserm HERRN. So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetz der Sünde. / Galater 2,20 -- Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben. / Römer 6,14.17.22 -- 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. ... 17 Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. ... 22 Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber ist das ewige Leben.

(Freitag, 5. Dezember 1952)

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