BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1952
Dezember 1952

Freitag, 5. Dezember 1952


1. Mose 32,24-26; Hosea 12,4-6

Es war ein Gewaltiger, der dort mit Jakob am Jabbok rang. Er sah Sein Angesicht nicht und bekam auch kein Wort aus dem Munde des Mächtigen zu hören. Er spürte nur den Widerstand: Der Unbekannte wollte ihn nicht über die Grenze lassen, wenn er sich nicht gänzlich überwinden ließ. Lange dauerte der starke Kampf. Schließlich aber machte der allmächtige Herr dem Widerstand Jakobs ein Ende, indem er ihn auf die Hüfte schlug und dieselbe verrenkte. Nun war er gänzlich machtlos. Jetzt blieben ihm nur noch geistliche Waffen, und er klammerte sich mit Ringen und Flehen an den Herrn. [Lies 1. Chron. 4,10; vgl. Jes. 41,17-20; Luk. 18,1-8.] Wer es wagt, mit Gott zu kämpfen, der wird nicht ohne Verletzung aus dem Kampf hervorgehen. Gott muß oft stark zupacken, um unseren Eigenwillen und Eigensinn zu zerbrechen. Lange dauert bei vielen Gläubigen dieser Kampf zwischen Natur und göttlicher Gnade, zwischen Finsternis und Licht, zwischen Fleisch und Geist, ohne daß es zu einer vollen, klaren Entscheidung kommt. Ja wahrlich, wie viel Mühe hat doch der Allmächtige in den meisten Fällen, bis endlich der Eigenwille, die eigene Kraft des Gläubigen zerbrochen ist. Und doch wird niemand zu einem Überwinder, der sich nicht zuvor voll und ganz überwinden und zerbrechen ließ durch die Gnadenmacht seines Gottes. Bis zu diesem wichtigen Wendepunkt werden wir immer Niederlagen haben gegenüber der Sünde, dem Ichleben und der Welt! Die Natur ist ja noch zu stark in uns. Dann aber, wenn endlich die Gnade einen vollen und ganzen Sieg über dich gewonnen hat, wird sie dich auch zum Sieger machen! (Lies Röm. 7,25; Gal. 2,20; Röm. 6,14.17.22.)

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