BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 538 ( Gott erhört Jakobs Bitte um Segen und gibt ihm den Namen ISRAEL, weil er mit ihm gerungen hat )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

37. Gott erhört Jakobs Bitte um Segen und gibt ihm den Namen ISRAEL, weil er mit ihm gerungen hat (1. Mose 32,28-33)


1. MOSE 32,28-33

28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. 32 Und als er an Pniel vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 33 Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, darum daß die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs angerührt wurde

JESAJA 65,15.16

15 und sollt euren Namen lassen meinen Auserwählten zum Schwur; und der HERR wird dich töten und seine Knechte mit einem andern Namen nennen, 16 daß, welcher sie segnen wird auf Erden, der wird sich in dem wahrhaftigen Gott segnen, und welcher schwören wird auf Erden, der wird bei dem wahrhaftigen Gott schwören; denn der vorigen Ängste ist vergessen, und sie sind vor meinen Augen verborgen.

JESAJA 62,2-4

2 daß die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird. 3 Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Hut in der Hand deines Gottes. 4 Man soll dich nicht mehr die Verlassene noch dein Land eine Verwüstung heißen; sondern du sollst "Meine Lust an ihr" und dein Land "Liebes Weib" heißen: denn der HERR hat Lust an dir und dein Land hat einen lieben Mann.

Der Herr wollte, ohne Sich dem Jakob kundzugeben, wieder von ihm weggehen. Doch Jakob spürte, daß er unbedingt Heil und Hilfe von Gott brauchte und rief aus: „Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn!“ Und wirklich, der Herr läßt ihm Gnade und Vergebung zuteil werden und schenkt ihm eine ganz neue Natur und Art, so daß er jetzt wunderbare Kraft und Gnade von Oben empfängt und dem Herrn zum Wohlgefallen handeln und wandeln kann. Dementsprechend empfängt er auch von Gott einen neuen Namen. „Du sollst nicht mehr Jakob (der, welcher listig den anderen überwindet) heißen, sondern Israel, d. h.: Gotteskämpfer, der von Gott Sieg empfängt!“ Wenn Gott Sein mächtiges Umgestaltungswerk an einem Menschen tut, so schenkt Er ihm ein ganz neues Herz und die Kraft zu einem ganz neuen Leben. Aus einem Kind der Finsternis wird ein Kind des Lichts, ein neuer Mensch in Christus Jesus. Er kann nun einstimmen in die Worte des Erlösten: „Wir werden gesättigt mit dem Guten Deines Hauses, mit dem Heiligen Deines Tempels.“ [Ps. 65,4; 90,14-17.]

Psalm 65,4 -- Unsre Missetat drückt uns hart; du wollest unsre Sünden vergeben. / Psalm 90,14-17-- 14 Fülle uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. 15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. 16 Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. 17 Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns; ja, das Werk unsrer Hände wolle er fördern!

Der Herr kann nun zu Jakob sprechen: „Du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast obgesiegt!“ Inwiefern denn hatte Jakob auch mit Menschen gekämpft und über sie gesiegt? Offenbar ist hier an Esau mit seiner Schar von 400 Mann zu denken, mit welchen er doch sicher dem Jakob zunächst in nicht günstiger Stimmung entgegenkam, sondern sich an ihm rächen wollte. Doch wie Gott einst zu Laban geredet und ihm gesagt hatte: „Hüte dich, daß du mit Jakob nicht anders redest als freundlich!“ - so wußte Er auch hier den Esau zu einer versöhnlichen Gesinnung umzustimmen gegen den heimkehrenden Bruder. Diese freundliche Gnadentat Gottes an Esau war eine wirkliche Gebetserhörung! (Lies Röm. 8,31-34; vgl. Jer. 15,11; [Jes. 50,7-9.])

Römer 8,31-34 -- 31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? 32 welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. / Jeremia 15,11 -- Der HERR sprach: Wohlan, ich will euer etliche übrigbehalten, denen es soll wieder wohl gehen, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden. / Jesaja 50,7-9 -- 7 Aber der Herr, HERR hilft mir; darum werde ich nicht zu Schanden. Darum habe ich mein Angesicht dargeboten wie einen Kieselstein; denn ich weiß, daß ich nicht zu Schanden werde. 8 Er ist nahe, der mich gerechtspricht; wer will mit mir hadern? Laßt uns zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir! 9 Siehe, der Herr, HERR hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, sie werden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen.

(Samstag, 6. Dezember 1952)

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