BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 539 ( Gott erhört Jakobs Bitte um Segen und gibt ihm den Namen ISRAEL, weil er mit ihm gerungen hat )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

37. Gott erhört Jakobs Bitte um Segen und gibt ihm den Namen ISRAEL, weil er mit ihm gerungen hat (1. Mose 32,28-33)


1. MOSE 32,30-33

30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. 32 Und als er an Pniel vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 33 Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, darum daß die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs angerührt wurde

HIOB 42,1-6

1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: 2 Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. 3 "Wer ist der, der den Ratschluß verhüllt mit Unverstand?" Darum bekenne ich, daß ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. 4 "So höre nun, laß mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!" 5 Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat dich mein Auge gesehen. 6 Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.

Mit Recht fragt unsere Seele nach Sicherheiten; so fragt auch Jakob und will wissen, mit wem er gekämpft habe. Gott aber will Sich jetzt ihm nicht weiter offenbaren. Für Jakobs Zukunft war ja nicht der Mann und dessen Name wichtig, sondern daß er bei dem nächtlichen Kampf Gott als den Höchsten geschaut und erkannt habe! Das Bleibende für sein Leben und für seine Zukunft war: „Ich habe den Herrn von Angesicht zu Angesicht. gesehen und meine Seele ist gerettet worden!“ - Ja, Jakob wußte nun, mit wem er es zu tun hatte und wer ihn gesegnet hatte! Darum nannte er diese Stätte „Pniel!“ Er besitzt nun wahren Frieden des Herzens, und weil er diesen Frieden besitzt, kann er allen Stürmen des Lebens entgegensehen und ihnen gefaßt gegenübertreten! - Als er dann von Pniel aufbrach, da ging ihm die Sonne auf. Ja, der Tag war für ihn gekommen und die Nacht der Anfechtung war vorbei - die Furchtsamkeit war gewichen. Wohl uns, wenn auch wir in allen Anfechtungen bestehen können - glücklich sind wir zu nennen, wenn auch für uns die Sonne der Gerechtigkeit in unserm Herzen und Leben aufgegangen ist. [Vgl. Jak. 1,12; Hebr. 10,36-39; 11,23-27.]

Jakobus 1,12 -- Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben. / Hebräer 10,36-39 -- 36 Geduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen Gottes tut und die Verheißung empfanget. 37 Denn "noch über eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen. 38 Der Gerechte aber wird des Glaubens leben, Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele keinen Gefallen haben." 39 Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammt werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten. / Hebräer 11,23-27 -- 23 Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, darum daß sie sahen, wie er ein schönes Kind war, und fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot. 24 Durch den Glauben wollte Mose, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos, 25 und erwählte viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben, 26 und achtete die Schmach Christi für größern Reichtum denn die Schätze Ägyptens; denn er sah an die Belohnung. 27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht des Königs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.

V. 32. In der Erinnerung an dies Erleben Jakobs essen die Kinder Israel bei ihren Schlachtopfern bis auf den heutigen Tag die Spannader über dem Hüftgelenk nicht. Diese Regel sollte die Nachkommen Jakobs daran erinnern, daß Gott uns manchmal körperliche Lasten auflegt, um unseren Glauben zu prüfen und uns zu zeigen, daß Er uns in allem trägt und uns entsprechend Seiner Heiligkeit und Gnade erzieht! Es ist gut, wenn wir uns durch tägliche Erlebnisse und Prüfungen daran erinnern lassen, daß wir vor Gottes Angesicht gestellt sind und unsere Schritte in tiefer Abhängigkeit von Ihm tun dürfen. (Lies Ps. 16,8; 62,5-8 [Luth. V. 6-9]; 2. Kön. 18,1-7a.)

Psalm 16,8 -- Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben. / Psalm 62,6-9 -- 6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. 7 Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. 8 Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf Gott. 9 Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. (Sela.)/ 2. Könige 18,1-7 -- 1 Im dritten Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs über Israel, ward König Hiskia, der Sohn Ahas, des Königs in Juda. 2 Er war fünfundzwanzig Jahre alt, da er König ward, und regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, eine Tochter Sacharjas. 3 Und er tat, was dem HERRN wohl gefiel, wie sein Vater David. 4 Er tat ab die Höhen und zerbrach die Säulen und rottete das Ascherabild aus und zerstieß die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel geräuchert, und man hieß sie Nehusthan. 5 Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, daß nach ihm seinesgleichen nicht war unter allen Königen Juda's noch vor ihm gewesen. 6 Er hing dem HERRN an und wich nicht von ihm ab und hielt seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte. 7 Und der HERR war mit ihm; und wo er auszog handelte er klüglich. Dazu ward er abtrünnig vom König von Assyrien und war ihm nicht untertan.

(Sonntag, 7. Dezember 1952)

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