BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 529 ( Laban schließt mit Jakob einen Nichtangriffs-Bund im Gebirge Gilead )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

32. Laban schließt mit Jakob einen Nichtangriffs-Bund im Gebirge Gilead (1. Mose 31,43-54)


1. MOSE 31,43-54

43 Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich meinen Töchtern heute oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben? 44 So komm nun und laß uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir. 45 Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal. 46 und sprach zu seinen Brüdern: Leset Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und aßen auf dem Haufen. 47 Und Laban hieß ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hieß ihn Gilead. 48 Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heißt man ihn Gilead) 49 und sei eine Warte; denn er sprach: Der HERR sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen,50 wo du meine Töchter bedrückst oder andere Weiber dazunimmst über meine Töchter. Es ist kein Mensch hier mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. 51 Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. 52 Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wenn ich herüberfahre zu dir oder du herüberfährst zu mir über diesen Haufen und dies Mal, zu beschädigen. 53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors, der Gott ihres Vaters sei Richter zwischen uns. 54 Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brüder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge über Nacht.

PSALM 101,1-5

1 Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen. 2 Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause. 3 Ich nehme mir keine böse Sache vor; ich hasse den Übeltäter und lasse ihn nicht bei mir bleiben. 4 Ein verkehrtes Herz muß von mir weichen; den Bösen leide ich nicht. 5 Der seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; ich mag den nicht, der stolze Gebärde und hohen Mut hat

In dem reichlichen Erwerb, der Jakob im Laufe der letzten Jahre zuteil geworden war, sah er allein den Segen des lebendigen Gottes, der mit ihm war. Es gibt keine noch so geringe Kleinigkeit in den Dingen unseres Alltags, die für uns nicht aus der Hand Gottes kommt; denn an Gottes Segen ist ja alles gelegen! Dieser Segen des höchsten Gottes erspart uns zwar nicht die Mühe der Arbeit, aber Er allein fügt zu unserer Mühe den Erfolg und die Frucht hinzu. [Lies Spr. 10,4; 12,27; Ps. 128,1-6.]

Sprüche 10,4 -- Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich. / Sprüche 12,27 -- Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich. / Psalm 128,1-6 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! 2 Du wirst dich nähren deiner Hände arbeit; wohl dir, du hast es gut. 3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie Ölzweige um deinen Tisch her. 4 Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. 5 Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang 6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!

Deshalb sollen Kinder Gottes der Mühe und der Anstrengung starker Arbeit nicht ausweichen. Sie haben ja die Gewißheit, daß Gottes Hilfe mit ihnen ist und daß Er ihnen reichlich gibt. [Lies 5. Mose 28,8; 3.Mose 26,3-5.10.]

5. Mose 28,8 -- Der HERR wird gebieten dem Segen, daß er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. / 3. Mose 26,3-5.10 -- 3 Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, 4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen, 5 und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte bis zur Zeit der Saat; und sollt Brots die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen ... 10 Und sollt von dem Vorjährigen essen, und wenn das Neue kommt, das Vorjährige wegtun.

Die Rede Jakobs schneidet durch ihre Wahrheit dem Laban ins Herz, so daß er einlenkt, die Hand zum Frieden bietet und einen Bundesschluß vorschlägt. Jakob gab dazu seine Zustimmung und legte sofort Hand ans Werk, indem er einen Steinhaufen zum Denkmal errichtete. In feierlicher Weise wird der Bundesschluß durch ein Festessen bestätigt. So errichten auch wir heute noch Denkmäler, um uns an bestimmte Taten oder an große Menschen erinnern zu lassen. Auch im Gedenken an das Wirken und Segnen Gottes in unserem Leben feiern wir Jahresfeste und Gedenktage, um von neuem unseren herrlichen Gott zu preisen und Seinem Namen zu danken für all Sein Helfen und Wohltun. Wie leicht können wir doch vergessen, was Gott alles schon an uns und für uns getan hat. Darum ruft uns die Schrift zu: „Preise den Herrn, meine Seele, und was in mir ist Seinen heiligen Namen. Preise den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was Er dir Gutes getan hat!“ (Lies Ps. 103,1-4; 106,7.21-23; Jer. 2,31.32; vgl. Jes. 63,7.)

Psalm 103,1-4 -- 1 Ein Psalm Davids. Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! 2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat: 3 der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, 4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit / Psalm 106,7.21-23 -- 7 Unsre Väter in Ägypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer. ... 21 Sie vergaßen Gottes, ihres Heilands, der so große Dinge in Ägypten getan hatte, 22 Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer. 23 Und er sprach, er wolle sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riß getreten wäre vor ihm, seinen Grimm abzuwenden, auf daß er sie nicht gar verderbte./ Jeremia 2,31.32 -- 31 Du böse Art, merke auf des HERRN Wort! Bin ich denn für Israel eine Wüste oder ödes Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir sind die Herren und müssen dir nicht nachlaufen? 32 Vergißt doch eine Jungfrau ihres Schmuckes nicht, noch eine Braut ihres Schleiers; aber mein Volk vergißt mein ewiglich / Jesaja 63,7 -- Ich will der Gnade des HERRN gedenken und des Lobes des HERRN in allem, was uns der HERR getan hat, und in der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erzeigt hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade

(Donnerstag, 27. November 1952)

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