BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 518 (Jakob zeugt mit Rahels Magd Bilha: DAN und NAFTALI, und mit Leas Magd Silpa: GAD und ASSER)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

25. Jakob zeugt mit Rahels Magd Bilha: DAN und NAFTALI, und mit Leas Magd Silpa: GAD und ASSER (1. Mose 30,1-13)


1. MOSE 30,1-8

1 Da Rahel sah, daß sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich. 2 Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. 3 Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, daß sie auf meinen Schoß gebäre und ich doch durch sie aufgebaut werde. 4 Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr. 5 Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. 6 Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhört und mir einen Sohn gegeben. Darum hieß sie ihn Dan. 7 Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. 8 Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hieß ihn Naphthali.

JESAJA 30,15.19

15 Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige in Israel: Wenn ihr umkehrtet und stillebliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht ... 19 Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen. Du wirst nicht weinen: er wird dir gnädig sein, wenn du rufst; er wird dir antworten, sobald er's hört

MICHA 7,7

7 Ich aber will auf den HERRN schauen und des Gottes meines Heils warten; mein Gott wird mich hören.

Als Rahel immer mehr von ihrer Unfruchtbarkeit überzeugt wurde, stieg stets neu der Neid in ihrem Herzen auf, denn ihre Schwester wurde mit Söhnen gesegnet. Jedoch statt sich mit ihrem Schmerz unmittelbar an Gott zu wenden, wandte sie sich an Jakob mit Worten der Verzweiflung: „Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich!“ Da wurde Jakob ärgerlich, und er sprach zu Rahel „Bin ich an Gottes Statt, der dir die Leibesfrucht versagt hat?“ Damit wollte er sagen: „Kann ich ohnmächtiger Mensch dir geben, was dir der allmächtige Gott versagt hat?“ Doch auch Jakob selbst machte diese wichtige Angelegenheit nicht zu einem wirklichen Gebetsanliegen - wußte er doch, daß er und sein Bruder Esau erst nach langem Flehen seinem Vater und seiner Mutter geschenkt worden waren. [Lies 1. Mose 25,20-23.]

1. Mose 25,20-23 -- 20 Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers Schwester. 21 Isaak aber bat den HERRN für sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR ließ sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger. 22 Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? und sie ging hin, den HERRN zu fragen. 23 Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

Wie undankbar war doch Rahel! Hatte sie nicht einen Mann, der sie treu liebte. Hatte sie nicht auch sonst alles, was sie wünschen konnte. Weil nun dieser eine Wunsch, eigene Kinder zu haben, sich nicht erfüllte, darum meinte sie, das Leben habe für sie keinen Wert! Wie unrecht ist das doch gesprochen - unrecht gegen Gott und Menschen. Jedoch so blind und undankbar wird man, wenn man sein Herz so ganz und gar an eine Sache hängt! Geht dann dieser eine leidenschaftliche Wunsch nicht in Erfüllung, so hat man weiter nichts übrig als völlige Verzweiflung! Wie oft aber findet man dies auch bei Kindern Gottes! Das ist aber wirklich eine große Sünde gegen Gott. (Lies Hiob 3,1-13; 2. Kor. 7,10.)

Hiob 3,1-13 -- 1 Darnach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag. 2 Und Hiob sprach: 3 Der Tag müsse verloren sein, darin ich geboren bin, und die Nacht, welche sprach: Es ist ein Männlein empfangen! 4 Derselbe Tag müsse finster sein, und Gott von obenherab müsse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen! 5 Finsternis und Dunkel müssen ihn überwältigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich! 6 Die Nacht müsse Dunkel einnehmen; sie müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen noch in die Zahl der Monden kommen! 7 Siehe, die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen darin sein! 8 Es müssen sie verfluchen die Verflucher des Tages und die da bereit sind, zu erregen den Leviathan! 9 Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung; sie hoffe aufs Licht, und es komme nicht, und müsse nicht sehen die Wimpern der Morgenröte, 10 darum daß sie nicht verschlossen hat die Tür des Leibes meiner Mutter und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen! 11 Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht verschieden, da ich aus dem Leibe kam? 12 Warum hat man mich auf den Schoß gesetzt? Warum bin ich mit Brüsten gesäugt? 13 So läge ich doch nun und wäre still, schliefe und hätte Ruhe / 2. Korinther 7,10 -- Denn göttliche Traurigkeit wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereut; die Traurigkeit aber der Welt wirkt den Tod.

Wie ganz anders ist es, wenn wir still und dankbar und vertrauensvoll jede Schickung und Zulassung Gottes aus Seiner Hand nehmen und das Vertrauen zu Seiner Liebe haben, da Er nur Friedensgedanken und Segensabsichten mit uns hat! [Lies Jer. 29,11-14; vgl. Ps. 25,19; Klagel. 3,22-26.]

Jeremia 29,11-14 -- 11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. 12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. 13 Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, 14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gefängnis wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, dahin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dem ich euch habe lassen wegführen. / Psalm 25,19 -- Siehe, daß meiner Feinde so viel sind und hassen mich aus Frevel. / Klagelieder 3,22-26 -- 22 Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und der Seele, die nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.

(Sonntag, 16. November 1952)

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