BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 487 (Rebekkas Plan, den Erstgeburtssegen Esaus für ihren zweitgeborenen Jakob zu erschleichen)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

11. Rebekkas Plan, den Erstgeburtssegen Esaus für ihren zweitgeborenen Jakob zu erschleichen (1. Mose 27,1-13)


1. MOSE 27,1-5

1 Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. 2 Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben soll. 3 So nimm nun dein Geräte, Köcher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret 4 und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, daß ich esse, daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. 5 Rebekka aber hörte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, daß er ein Wildbret jagte und heimbrächte.

PSALM 5,12.13

12 Laß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmst sie; fröhlich laß sein in dir, die deinen Namen lieben. 13 Denn du, HERR, segnest die Gerechten; du krönest sie mit Gnade wie mit einem Schild.

Als Isaak alt geworden und seine Sehkraft nachgelassen hatte, wollte er im Vorgefühl seines nahen Todes seinem älteren Sohn den Segen erteilen. Isaak stand damals im 137. Lebensjahr, aber wir hören, daß sein Tod erst 43 Jahre später eintrat. Ohne auf den über die Kinder vor ihrer Geburt ergangenen göttlichen Ausspruch zu achten, hatte Isaak die Absicht, nicht Jakob, sondern Esau den Erstgeburtssegen zu erteilen. Das war ein schweres Versagen seines Glaubens und Gehorsams gegenüber Gott. Gott hatte ja so klar und deutlich in allem gezeigt, daß nicht Esau, sondern Jakob der Erbe der göttlichen Segensverheißung sein sollte! Denn, wo es sich um die göttliche Berufung und das Erbe des Glaubens handelt, da entscheidet nicht Erstgeburt, sondern die Empfänglichkeit des Herzens für Gott und Seine Offenbarung! Erweisen wir uns wohl wert und würdig, daß Gott uns Seine besondere Segnung zuwendet? [Lies 5. Mose 28,1-10; 11,13-17.]

5. Mose 28,1-10 -- 1 Und wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, daß du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum höchsten machen über alle Völker auf Erden, 2 und werden über dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, bist gehorsam gewesen. 3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker. 4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehs, die Früchte deiner Rinder und die Früchte deiner Schafe. 5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. 6 Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, gesegnet, wenn du ausgehst. 7 Und der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir fliehen. 8 Der HERR wird gebieten dem Segen, daß er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. 9 Der HERR wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum daß du die Gebote des HERRN, deines Gottes, hältst und wandelst in seinen Wegen, 10 daß alle Völker auf Erden werden sehen, daß du nach dem Namen des HERRN genannt bist, und werden sich vor dir fürchten. / 5. Mose 11,13-17 -- 13 Werdet ihr nun meine Gebote hören, die ich euch gebiete, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, 14 so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Öl, 15 und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet. 16 Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht überreden lasse, daß ihr abweichet und dienet andern Göttern und betet sie an, 17 und daß dann der Zorn des HERRN ergrimme über euch und schließe den Himmel zu, daß kein Regen komme und die Erde ihr Gewächs nicht gebe und ihr bald umkommt von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.

Als Rebekka von Isaaks Entschluß hörte, Esau zu segnen statt Jakob, da wollte sie dies um jeden Preis vereiteln! Statt jedoch ihre Zuflucht zu ernstem Gebet in dieser Not zu nehmen und nicht nachzulassen, bis Gott den falschen Plan Isaaks vereitelte, ergriff sie in ihrer Ungeduld einen Gedanken, der ihr wie ein Blitz durch den Sinn ging. Sie will durchaus diesen Plan ihres Mannes durchkreuzen und unbedingt den Willen Gottes erfüllen und dessen Verwirklichung festhalten! Diese Neigung, dieser Glaube, Gott helfen zu können bei der Durchführung Seines heiligen Planes, haftete ja ihrem Sohn Jakob in ganz starkem Maße an, und eine lange Schule der Läuterung war notwendig, bis Jakob erkannte, Gott allein walten zu lassen und Seinem Weg und Willen gehorsam zu sein! (Lies Ps. 94,11.12; Sprüche 3,5.6; 1. Kor. 3,18-20.)

Psalm 94,11.12 -- 11 Aber der HERR weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel sind. 12 Wohl dem, den du, HERR, züchtigst und lehrst ihn durch dein Gesetz, / Sprüche 3,5.6 -- 5 Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. / 1. Korinther 3,18-20 -- 18 Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünkt weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein. 19 Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: "Die Weisen erhascht er in ihrer Klugheit." 20 Und abermals: "Der HERR weiß der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind."

(Mittwoch, 20. August 1952)

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