BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

9. Wie Isaak einen Nichtangriffspakt mit seinen Gegnern schloss und Wasser fand in Beerscheba (1. Mose 26,26-33)


1. MOSE 26,26-33

26 Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahussat, sein Freund, und Phichol, sein Feldhauptmann. 27 Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Haßt ihr mich doch und habt mich von euch getrieben. 28 Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, daß der HERR mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir machen, 29 daß du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des HERRN. 30 Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aßen und tranken. 31 Und des Morgens früh standen sie auf und schwur einer dem andern; und Isaak ließ sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden. 32 Desselben Tages aber kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. 33 Und er nannte ihn Seba; daher heißt die Stadt Beer-Seba bis auf den heutigen Tag.

JESAJA 61,9

Und man soll ihren Samen kennen unter den Heiden und ihre Nachkommen unter den Völkern, daß, wer sie sehen wird, soll sie kennen, daß sie sein Same sind, gesegnet vom HERRN.

In Beerscheba hatte Isaak einen dauernden Wohnort, Frieden und Ruhe gefunden, denn er befand sich nach langem inneren Entbehren wieder in den Grenzen des Landes, das der Herr für Seine Auserwählten so klar ins Auge gefaßt hatte. Auch hier gruben seine Knechte nach Wasser und fanden eine lebendige Quelle. Dem Philisterfürsten Abimelech war der weitere Verlauf des Weges Isaaks in Beerseba nicht entgangen. Unerwartet stellte er sich wieder bei ihm ein mit seinem ersten Ratgeber Achusat und seinem Feldhauptmann Pikol. Isaak aber empfing sie mit den Worten: „Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch haßt und mich von euch fortgetrieben habt?“ Sie antworteten: „Wir haben deutlich gesehen, daß der Herr mit dir ist, deshalb wollen wir den Bund mit dir erneuern, in dem wir schon mit deinem Vater Abraham standen!“ Isaak fiel es nicht schwer, auf den Vorschlag einzugehen, denn es war ihm wahrlich wichtig genug, mit all den umwohnenden Fürsten in Frieden durchzukommen. Dies erinnert uns an das Wort: „Wenn eines Mannes Wege dem Herrn wohlgefallen, so macht Er auch seine Feinde mit ihm zufrieden!“ In Jeremia 15,11 lesen wir: „Wahrlich, Ich will dich zum Guten stärken - wahrlich, Ich will es so fügen, daß zur Zeit des Unglücks und zur Zeit der Not der Feind dich bittend angeht!“ [VgI. 1. Mose 27,41-28,10; 33,1-4.]

1. Mose 27,41-28,10 -- 41 Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muß; dann will ich meinen Bruder Jakob erwürgen. 42 Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres älteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und ließ Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, daß er dich erwürgen will. 43 Und nun höre meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran 44 und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt 45 und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergißt, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag? 46 Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdrießt, zu leben vor den Töchter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchter Heth wie diese, von den Töchtern des Landes, was soll mir das Leben? ... Kapitel 28,1 Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Töchtern Kanaans 2 sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter. 3 Aber der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufe Völker, 4 und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat. 5 Also fertigte Isaak den Jakob ab, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. 6 Als nun Esau sah, daß Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, daß er daselbst ein Weib nähme, und daß er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans, 7 und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, 8 sah auch, daß Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Töchter Kanaans: 9 ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe. 10 Aber Jakob zog aus von Beer-Seba und reiste gen Haran / 1. Mose 33, 1-4 -- 1 Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Mägden 2 und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt. 3 Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. 4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn; und sie weinten.

Dieses Erlebnis mit Abimelech war wohl mit der höchste Glanz im Glaubensleben Isaaks. Gott fügte es, daß Isaaks Leidenszeiten dazu beitragen mußten, Abimelechs Blick dafür zu öffnen, daß Isaak in der Tat der Gesegnete Gottes war. - Bezeugt es wohl auch dein Leben dem Herzen und Gewissen deiner Mitmenschen, daß du in Wahrheit ein Gesegneter des Herrn bist? (Lies Eph. 5,15.16; KoI. 4,5; 1. Petr. 2,9-12.)

Epheser 5,15.16 -- 15 So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, 16 und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. / Kolosser 4,5 -- Wandelt weise gegen die, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. / 1. Petrus 2,9-12 -- 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; 10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid. 11 Liebe Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, 12 und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird.

(Samstag, 16. August 1952)

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