BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 395 (Sara wird schwanger und gebiert Abraham in seinem Alter den Isaak)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

38. Sara wird schwanger und gebiert Abraham in seinem Alter den Isaak (1. Mose 21,1-7)


1. MOSE 21,1-8

1 Und der HERR suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte. 2 Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte. 3 Und Abraham hieß seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar, 4 und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte. 5 Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. 6 Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird über mich lachen, 7 und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, daß Sara Kinder säuge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter. 8 Und das Kind wuchs und ward entwöhnt; und Abraham machte ein großes Mahl am Tage, da Isaak entwöhnt ward.

SPRÜCHE 10,28

28 Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.

PSALM 106,4

4 HERR, gedenke mein nach der Gnade, die du dem Volk verheißen hast; beweise uns deine Hilfe.

Wir kommen hier zum Höhepunkt der Geschichte Abrahams. Was zuerst als göttliche Verheißung über Abrahams Vertrauensgehorsam schwebte [Lies 1. Mose 12,1-3] was später als göttliche Zusage Abrahams Gewißheit stärkte, [Lies 1. Mose13,15.16] was schließlich Gott Seinem Knecht als Offenbarung deutlich mitteilte und versprach [Lies 1. Mose 15,1-6], das sollte jetzt Tatsache und Wirklichkeit werden!

1. Mose 12,1-3 -- 1 Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. / 1. Mose 13,15.16 -- 15 Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich; 16 und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deinen Samen zählen / 1. Mose 15,1-6 -- 1 Nach diesen Geschichten begab sich's, daß zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach: Fürchte dich nicht Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. 2 Abram sprach aber: Herr, HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen. 3 Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein. 4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. 5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. 6 Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

Häufig ist es leider allerdings so gewesen wie in Abrahams Geschichte, daß die Menschen des Glaubens durch eigenmächtiges Handeln Gott zu Hilfe eilen wollten, daß sie dabei aber häufig nicht genügend auf Gottes Rat und Willen achteten, und so der menschliche Versuch, sich selbst zu helfen, scheiterte. Dies erlebten wir besonders in jenem Fall, als Sara dem Abraham riet, sich mit ihrer Magd Hagar zu vereinigen. – Nur wenn wir ganz willig auf Gottes Weg achten und durch Vertrauen auf Seinen Befehl eingehen, kann Gott Seinen wichtigen Plan mit uns so ausführen, wie Er es versprochen hat. [Lies Röm. 4,16-25.]

Römer 4,16-25 -- 16 Derhalben muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf daß sie sei aus Gnaden und die Verheißung fest bleibe allem Samen, nicht dem allein, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater 17 (wie geschrieben steht: "Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker") vor Gott, dem er geglaubt hat, der da lebendig macht die Toten und ruft dem, was nicht ist, daß es sei. 18 Und er hat geglaubt auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Völker, wie denn zu ihm gesagt ist: "Also soll dein Same sein." 19 Und er ward nicht schwach im Glauben, sah auch nicht an seinem eigenen Leib, welcher schon erstorben war (weil er schon fast hundertjährig war), auch nicht den erstorbenen Leib der Sara; 20 denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre 21 und wußte aufs allergewisseste, daß, was Gott verheißt, das kann er auch tun. 22 Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. 23 Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, daß es ihm zugerechnet ist, 24 sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, so wir glauben an den, der unsern HERRN Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.

Aller Ungehorsam oder auch alles Vorgreifen unsererseits führt immer wieder nur zu einer Enttäuschung für Gott und für und uns selbst und nicht zur wahren Erfüllung der göttlichen Verheißung. So bedeutet die Geburt Ismaels nur einen Aufschub der wahren Segnung, die Gott für Abraham und Sara ins Auge gefaßt hatte. Erst nach 25 Jahren ernster Schulung unter Gottes Hand konnte Abraham der wahre Same der Verheißung, Isaak, geschenkt werden. Zu dem späten Zeitpunkt, den Gott ins Auge gefaßt hatte, bekam Sara einen Sohn, den wirklichen Sohn der Verheißung. Da war natürlich große Freude in Abrahams Zelten, und bei allen die es miterlebten, war Freude und Verwunderung! Die große Lektion, die uns diese Geschichte erteilt, heißt: Gott hält Sein Wort und erfüllt alle Seine Verheißungen! Er erwartet und Er schenkt es uns, voll Vertrauen voranzugehen im Lichte Seines herrlichen Wortes.

(Dienstag, 10. Juli 1951)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 16.04.2014 21:44 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)