BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 359 (Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

26. Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden (1. Mose 18,20-32)


1. MOSE 18,20-21

20 Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist groß, und ihre Sünden sind sehr schwer. 21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht also sei, daß ich's wisse.

JEREMIA 17,9-10

9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagtes Ding; wer kann es ergründen? 10 Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.

Zu Abraham gewandt sprach der Herr: „Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist wahrlich groß geworden und ihre Sünden sind sehr schwer. Doch Ich will hinabgehen und zusehen, ob ihre Schuld wirklich so groß ist, wie das Gerücht zu Mir gedrungen ist – oder wenn es sich nicht so verhält, Ich wills wissen!“ Wahrlich, himmelschreiend waren die Sünden und Verbrechen, welche Tag für Tag und Nacht für Nacht in Sodom und Gomorra geschahen. – Wie imposant und schön auch heute der Anblick einer wohlgebauten Stadt – wie nett der Anblick eines Dörfchens oder Hauses sei, die darin geschehenen Sünden und das Unrecht sind so schwer, daß Gott Seinen Zorn über sie ausschütten muß. [Lies Eph. 5,5-7; Kol. 3,6.]

Epheser 5,5-7 -- 5 Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes. 6 Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. 7 Darum seid nicht ihr Mitgenossen. / Kolosser 3,6-- um welcher willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens;

Zu Kain schon musste Gott sagen: „Deines Bruders Blut schreit zu Mir von der Erde!“ Ja, jede Sünde, auch die geheimste und verborgenste – schreit zu Gott, und sie wird fortfahren zu schreien, bis Gottes Gericht vom Himmel über sie kommt, wenn sie nicht noch rechtzeitig durch die noch stärkere Kraft des kostbaren Blutes Jesu Christi zum Schweigen gebracht wird. – Wenn aber jede Sünde ihren Schrei zu Gott emporsendet, wie wird die Stärke des Geschreis über eine Stadt oder ein ganzes Land sein! [Lies Zeph. 1,7-18.]

Zephania 1,7-18 -- 7 Seid still vor dem Herrn HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe; denn der HERR hat ein Schlachtopfer zubereitet und seine Gäste dazu geladen. 8 Und am Tage des Schlachtopfers des HERRN will ich heimsuchen die Fürsten und des Königs Kinder und alle, die ein fremdes Kleid tragen. 9 Auch will ich zur selben Zeit die heimsuchen, so über die Schwelle springen, die ihres HERRN Haus füllen mit Rauben und Trügen. 10 Zur selben Zeit, spricht der HERR, wird sich ein lautes Geschrei erheben von dem Fischtor her und ein Geheul von dem andern Teil der Stadt und ein großer Jammer von den Hügeln. 11 Heulet, die ihr in der Mühle wohnt; denn das ganze Krämervolk ist dahin, und alle, die Geld sammeln, sind ausgerottet. 12 Zur selben Zeit will ich Jerusalem mit Leuchten durchsuchen und will heimsuchen die Leute, die auf ihren Hefen liegen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun. 13 Und ihre Güter sollen zum Raub werden und ihre Häuser zur Wüste. Sie werden Häuser bauen, und nicht darin wohnen; sie werden Weinberge pflanzen, und keinen Wein davon trinken. 14 Des HERRN großer Tag ist nahe; er ist nahe und eilt sehr. Wenn das Geschrei vom Tage des HERRN kommen wird, so werden die Starken alsdann bitterlich schreien. 15 Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trübsal und Angst, ein Tag des Wetters und Ungestüms, ein Tag der Finsternis und Dunkels, ein Tag der Wolken und Nebel, 16 ein Tag der Posaune und Drommete wider die festen Städte und hohen Schlösser. 17 Ich will den Leuten bange machen, daß sie umhergehen sollen wie die Blinden, darum daß sie wider den HERRN gesündigt haben. Ihr Blut soll ausgeschüttet werden, als wäre es Staub, und ihr Leib als wäre es Kot. 18 Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten können am Tage des Zorns des HERRN, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Eifers verzehrt werden; denn er wird plötzlich ein Ende machen mit allen, die im Lande wohnen.

Muß Gott nicht heute von einer nach der anderen unserer großen und kleinen Städte sagen: „Das Geschrei über sie ist groß, und ihre Ungerechtigkeiten sind sehr schwer:“ – Gott aber will trotz allem erst herabfahren und sehen … Er untersucht den wahren Sachverhalt sehr genau, ehe Er Sein Urteil ausspricht und vollzieht. Bei dem unfruchtbaren Feigenbaum hatte Er große Geduld. Drei Jahre lang kam Er und suchte Frucht, ehe Er den Befehl gab: Haue ihn ab, was hindert er das Land!“ [Lies Luk.13,6-9; Micha 1,2-5]

Lukas 13,6-9 -- 6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und er kam und suchte Frucht darauf, und fand sie nicht. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre gekommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht. Haue ihn ab! was hindert er das Land? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn, 9 ob er wolle Frucht bringen, wo nicht so haue ihn darnach ab. / Micha 1,2-5 -- 2 Hört, alle Völker! merke auf, Land, und alles, was darinnen ist! denn Gott der HERR hat mit euch zu reden, ja, der HERR aus seinem heiligen Tempel. 3 Denn siehe, der HERR wird ausgehen aus seinem Ort und herabfahren und treten auf die Höhen im Lande, 4 daß die Berge unter ihm schmelzen und die Täler reißend werden, gleichwie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, wie die Wasser, so niederwärts fließen. 5 Das alles um der Übertretung willen Jakobs und um der Sünden willen des Hauses Israel. Welches ist aber die Übertretung Jakobs? Ist's nicht Samaria? Welches sind aber die Höhen Juda's? Ist's nicht Jerusalem?

(Dienstag, 23. Januar 1951)

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