BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 249 (Warum Noah Hams Sohn, Kanaan, verfluchte)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

16. Warum Noah Hams Sohn, Kanaan, verfluchte und zum Sklaven Sems und Jafets machte (1. Mose 9,20-29)


1. MOSE 9,20-24

20 Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge. 21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Hütte aufgedeckt. 22 Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Blöße, sagte er's seinen beiden Brüdern draußen. 23 Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rücklings hinzu und deckten des Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht war abgewandt, daß sie ihres Vater Blöße nicht sahen. 24 Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte,

JESAJA 5,10.11

10 Denn zehn Acker Weinberg soll nur einen Eimer geben und ein Malter Samen soll nur einen Scheffel geben. 11 Weh denen, die des Morgens früh auf sind, des Saufens sich zu fleißigen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein erhitzt,

EPHESER 5,18

18 Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes:

Der Teufel benützt nur zu häufig schon die Anregung des Weins, um das Gewissen der Menschen zu betäuben. Die Versuchung naht, und der Fall in die Sünde ist da! – Es war göttliche Weisheit, die dem Nasiräer, dem Gottgeweihten im Alten Bund, den Genuß des Weines untersagte, damit er den göttlichen Einflüssen völlig offen stehe und seine Weihe für Gott nicht einbüße! [Lies 4. Mose 6,1-8; Röm. 12,1.2; vgl. Dan. 1,8-16.] –

4. Mose 6,1-8 -- 1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib ein besonderes Gelübde tut, dem HERRN sich zu enthalten, 3 der soll sich Weins und starken Getränks enthalten; Weinessig oder Essig von starkem Getränk soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch dürre Weinbeeren essen. 4 Solange solch ein Gelübde währt, soll er nichts essen, das man vom Weinstock macht, vom Weinkern bis zu den Hülsen. 5 Solange die Zeit solches seines Gelübdes währt, soll kein Schermesser über sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HERRN gelobt hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen. 6 Die ganze Zeit über, die er dem HERRN gelobt hat, soll er zu keinem Toten gehen. 7 Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelübde seines Gottes ist auf seinem Haupt. 8 Die ganze Zeit seines Gelübdes soll er dem HERRN heilig sein. / Römer 12,1.2 -- 1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille. / Daniel 1,8-16 -- 8 Aber Daniel setzte sich vor in seinem Herzen, daß er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, und bat den obersten Kämmerer, daß er sich nicht müßte verunreinigen. 9 Und Gott gab Daniel, daß ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig ward. 10 Derselbe sprach zu ihm: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und Trank bestimmt hat; wo er würde sehen, daß eure Angesichter jämmerlicher wären denn der andern Knaben eures Alters, so brächtet ihr mich bei dem König um mein Leben. 11 Da sprach Daniel zu dem Aufseher, welchem der oberste Kämmerer Daniel, Hananja, Misael und Asarja befohlen hatte: 12 Versuche es doch mit deinen Knechten zehn Tage und laß uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu trinken. 13 Und laß dann vor dir unsre Gestalt und der Knaben, so von des Königs Speise essen, besehen; und darnach du sehen wirst, darnach schaffe mit deinen Knechten. 14 Und er gehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen zehn Tage. 15 Und nach den zehn Tagen waren sie schöner und besser bei Leibe denn alle Knaben, so von des Königs Speise aßen. 16 Da tat der Aufseher ihre verordnete Speise und Trank weg und gab ihnen Gemüse.

Noah wurde trunken und wurde vor seinen eigenen Söhnen zur Schande!“ Entblößt lag er in seinem Zelt. Da kam Ham herein. Nicht genug, seine Augen an der Schande seines Vaters zu weiden, tat er seine unreine Freude auch noch seinen Brüdern kund und offenbarte damit seine niedere, schmutzige Gesinnung! Er hat Freude an der Verfehlung seines Vaters, statt darüber tief beschämt und betrübt zu sein, und zieht auch noch seine Brüder in diese tieftraurige Sache hinein. Wenn es überhaupt schon einen gefährlichen Mangel an Schamgefühl verrät, wenn jemand an Entblößung seine Lust hat, so ist es vor allem schrecklich, wenn Kinder ihre Eltern verachten und gar einander in dieser Verachtung bestärken. Die Schrift sagt: „Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat und verachte deine Eltern nicht!“ [Lies Spr. 23,22-25.]

Sprüche 23,22-25 -- 22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird. 23 Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand. 24 Der Vater eines Gerechten freut sich; und wer einen Weisen gezeugt hat, ist fröhlich darüber. 25 Laß sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und fröhlich sein, die dich geboren hat.

Die schlimme Sünde Hams begehen auch solche Kinder, die die Sünde ihrer Eltern in hässlicher, liebloser Weise weitererzählen und also ihre Eltern verachten und verächtlich machen! Wir denken auch hier an junge Menschen, die einen Trinker zum Vater haben, und bei anderen darüber reden – z. B. wie spät ihr Vater nach Hause kommt! – wie er sich zu Hause beträgt und was für Worte er redet – wie er die Mutter und Geschwister so schlimm behandelt! – Hast du das wohl auch schon getan? Nimm dir doch heute das Wort Sprüche 23,22 tief zu Herzen!

(Freitag, 3. Februar 1950)

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