BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 250 (Warum Noah Hams Sohn, Kanaan, verfluchte)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

16. Warum Noah Hams Sohn, Kanaan, verfluchte und zum Sklaven Sems und Jafets machte (1. Mose 9,20-29)


1. MOSE 9,20-29

20 Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge. 21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Hütte aufgedeckt. 22 Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Blöße, sagte er's seinen beiden Brüdern draußen. 23 Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rücklings hinzu und deckten des Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht war abgewandt, daß sie ihres Vater Blöße nicht sahen. 24 Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte, 25 sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern! 26 und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sem's; und Kanaan sei sein Knecht! 27 Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Hütten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht! 28 Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfünfzig Jahre, 29 daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre, und starb.

5. MOSE 5,16

16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest und daß dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

5. MOSE 27,16

16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter unehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen.

Noahs Fall hatte den schlimmen Fall seines Sohnes Ham nach sich gezogen. Sem und Japhet dagegen entfalten gerade bei dieser Gelegenheit höchste Reinheit und Tugend. Sie sind vorbildlich darin, daß sie an der Liebe und Ehrfurcht gegenüber ihrem Vater festhalten. Es ist ihnen peinlich, den Vater in schmachvoller Schwachheit zu sehen, und sie wollen durchaus verhüten, daß er noch weiter einen Anblick bietet, der seiner unwürdig ist. „Da nahmen Sem und Japhet ein Gewand und gingen rücklings hin und bedeckten die Blöße ihres Vaters.“ Es ist etwas äußerst Edles und Wertvolles, dieses feine Taktgefühl und Schamgefühl, das uns behütet vor sündlichen Blicken und Gedanken. Die Bibel sagt: „Wer Reinheit des Herzens liebt – wessen Lippen den Schmelz der Keuschheit tragen – dessen Freund ist der König!“ [Spr. 22,11; lies Hiob 31,1-4.]

Hiob 31,1-4 -- 1 Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau. 2 Was gäbe mir Gott sonst als Teil von oben und was für ein Erbe der Allmächtige in der Höhe? 3 Wird nicht der Ungerechte Unglück haben und ein Übeltäter verstoßen werden? 4 Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Gänge?

Wir wollen beten: „Wende meine Augen ab, daß sie Eitles nicht sehen!“ In Sprüche 4,25 wird uns zugerufen: „Laß deine Augen geradeaus blicken und deine Wimpern stracks vor dich hinschauen!“ – Als Noah erwachte und erfuhr, was sich zugetragen hatte, sprach er über Ham und seine Nachkommen wegen seiner an den Tag gelegten Ehrfurchtslosigkeit einen schweren Fluch aus, der sich in entsetzlicher Weise bis auf den heutigen Tag auswirkt an den hamitischen Völkern. Der Stempel der Zügellosigkeit und Unsittlichkeit ist ihnen in schlimmer Weise aufgedrückt und kennzeichnet im Großen und Ganzen ihren Charakter! – Nun mag es befremden, daß Noah Kanaan, den Sohn Hams verflucht. Wir sehen hier die erschütternde Tatsache, daß sich vielfach Segen und Fluch an den Kindern und Kindeskindern auswirken! [Lies 2. Mose 20,5b.6; 2. Sam. 21,1-6; 1. Kön. 21,27-29.]

2. Mose 20,5b.6 -- 5 ... Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; 6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. / 2. Samuel 21,1-6 -- 1 Es war auch eine Teuerung zu Davids Zeiten drei Jahre aneinander. Und David suchte das Angesicht des HERRN; und der HERR sprach: Um Sauls willen und um des Bluthauses willen, daß er die Gibeoniter getötet hat. 2 Da ließ der König die Gibeoniter rufen und sprach zu ihnen. (Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel, sondern übrig von den Amoritern; aber die Kinder Israel hatten ihnen geschworen, und Saul suchte sie zu schlagen in seinem Eifer für die Kinder Israel und Juda.) 3 So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun? und womit soll ich sühnen, daß ihr das Erbteil des HERRN segnet? 4 Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber zu tun an Saul und seinem Hause und steht uns nicht zu, jemand zu töten in Israel. Er sprach: Was sprecht ihr denn, daß ich euch tun soll? 5 Sie sprachen zum König: Den Mann, der uns verderbt und zunichte gemacht hat, sollen wir vertilgen, daß ihm nichts bleibe in allen Grenzen Israels. 6 Gebt uns sieben Männer aus seinem Hause, daß wir sie aufhängen dem HERRN zu Gibea Sauls, des Erwählten des HERRN. Der König sprach: Ich will sie geben. / 1. Könige 21,27-29 -- 27 Da aber Ahab solche Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging jämmerlich einher. 28 Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiter, und sprach: 29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bückt? Weil er sich nun vor mir bückt, will ich das Unglück nicht einführen bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich das Unglück über sein Haus führen.

Wie vorsichtig, demütig und gehorsam gilt es doch zu handeln und zu wandeln!

(Samstag, 4. Februar 1950)

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