BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1920
August 1920

Dienstag, den 31. August 1920


4. Mose 6,1

Das Nasiräergelübde (V. 1-21) zeigt uns die besondere Weihe für Gott, welcher sich jeder Israelit, Mann und Weib, freiwillig hingeben konnte. Diese Weihe, die ein Förderungsmittel der praktischen Heiligung im Bunde mit dem Herrn darstellt, fand in drei äußeren Punkten ihren Ausdruck. Während derselben enthielt sich der Gelobende 1. alles dessen, was vom Weinstock kommt; 2. ließ er zum Zeichen seiner Weihe sein Haar frei wachsen; 3. hatte er, solange seine Weihezeit währte, jede Berührung mit einem Toten - mochten es auch die eigenen Eltern oder Geschwister sein - zu meiden. - Als Sache eines Gelübdes, d. h. einer Versprechung an den Herrn, wurde das Nasiräat ursprünglich nur auf eine bestimmte Zeit - gewöhnlich 30 Tage - übernommen. In der Folgezeit finden wir in Israel jedoch auch lebenslängliche Nasiräer, wie Simson, Samuel, Johannes der Täufer u. a. (Lies Richt. 13; 1. Sam. 1,11.22.28; Luk. 1,13-15.)

Nasir heißt „der Geweihte, der für Gott Abgesonderte“. Die ganze Bibel zeigt uns, daß jeder, der sich Gott weihen will, sich von der Welt lösen und trennen muß. Damit ist die Welt als sündig und böse und im Gegensatz zu Gott stehend gekennzeichnet. Und das ist sie tatsächlich! „Die Welt liegt im Argen“, und „alles was in der Welt ist - die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens - ist nicht von dem „Vater, sondern von der Welt“. - Als Abraham, der Vater und das Vorbild aller wahren Glaubenden, von Gott berufen wurde, da offenbarte Er ihm Seine Herrlichkeit und löste ihn aus seinen natürlichen Beziehungen hier in der Welt! (Lies Apgesch. 7,2.3.) Die Welt ist durch die Sünde, durch die Oberherrschaft des Teufels und der Finsternis so verderbt, daß Gott Sich genötigt sieht, alle diejenigen, die Ihm gehorchen, aus ihr herauszuführen, ihr Herz und ihren Wandeln vom Weltlichen und Sichtbaren zu lösen! Er beruft sie und macht sie tüchtig für den Himmel, für Seine Herrlichkeit. (Lies 1. Thess. 2,12; 2. Thess. 2,13.14.) Zu diesem Zweck hat Jesus Sein heiliges Leben geopfert: „Unser Herr Jesus Christus hat Sich Selbst für unsere Sünden hingegeben, auf daß Er uns herausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters!“ (Gal. 1,3-5.) Ja, Gott braucht in dieser abtrünnigen, gottlosen Welt solche, die Ihm voll und ganz hingegeben sind - die es für ihre höchste Ehre und Freude achten, völlig Gott geweiht zu sein, zu Seiner Verfügung zu stehen, für Seinen Dienst da zu sein.

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