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1. Thessalonicher 3,11-13
11 Er aber, Gott, unser Vater, und unser HERR Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. 12 Euch aber vermehre der HERR und lasse die Liebe völlig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wir sind gegen euch), 13 daß eure Herzen gestärkt werden und unsträflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers HERRN Jesu Christi samt allen seinen Heiligen.
Während Paulus, durch den Heiligen Geist geleitet, in Vers 11 und 13 die Person des Vaters von der des Sohnes unterscheidet (vergl. auch Kap. 1, Vers 1.3.9.10)
Im Blick auf die Gläubigen, spricht er an vielen anderen Stellen, wo es sich um die Trennung vom Bösen, um den Gegensatz von Kindern Gottes und Kindern der Welt handelt oder um den Kampf zwischen Gott und Satan, nur von Gott. (Vergl. z. B. Kap. 4,1.3.5.7-9.)
Mit anderen Worten: der unbekehrte Mensch hat es mit dem heiligen Gott zu tun, den er noch nicht kennt, der Sich in Christo ihm offenbaren will. Dagegen ein bekehrter Christ, ein Kind Gottes, kennt Gott den Vater und Jesum, den Sohn Gottes. Paulus wünschte für die Gläubigen nicht ein halbes und lahmes Christentum, sondern eine völlige Darstellung des neuen Lebens vor den Augen der Welt. Was erbittet er für diese seine geistlichen Kinder? Eine überströmende Liebe gegeneinander und gegen alle Menschen und Herzen, tadellos in Heiligkeit befestigt bei der Ankunft des HERRN. Die Kinder Gottes sollten, vor aller bewußten Sünde bewahrt, in einer dauernden und ungetrübten Lebensgemeinschaft mit ihrem HERRN stehen. Dies ist auch der Wille Gottes gegen uns. Möchten wir, so viele unter uns dem HERRN gehören, diese große und verheißene Gabe glaubend ergreifen: In Heiligkeit vor Gott zu wandeln!
(Samstag 3. November 1917)