BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 3,11-13

11 Er aber, Gott, unser Vater, und unser HERR Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. 12 Euch aber vermehre der HERR und lasse die Liebe völlig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wir sind gegen euch), 13 daß eure Herzen gestärkt werden und unsträflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers HERRN Jesu Christi samt allen seinen Heiligen.

Während Paulus, durch den Heiligen Geist geleitet, in Vers 11 und 13 die Person des Vaters von der des Sohnes unterscheidet (vergl. auch Kap. 1, Vers 1.3.9.10)

1. Thessalonicher 1.3.9.10 -- 1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, dem Vater, und dem HERRN Jesus Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus! ... 3 und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser HERR Jesus Christus, vor Gott und unserm Vater. ... 9 Denn sie selbst verkündigen von euch, was für einen Eingang wir zu euch gehabt haben und wie ihr bekehrt seid zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott 10 und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, welchen er auferweckt hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zukünftigen Zorn erlöst.

Im Blick auf die Gläubigen, spricht er an vielen anderen Stellen, wo es sich um die Trennung vom Bösen, um den Gegensatz von Kindern Gottes und Kindern der Welt handelt oder um den Kampf zwischen Gott und Satan, nur von Gott. (Vergl. z. B. Kap. 4,1.3.5.7-9.)

1. Thessalonicher 4,1.3.5.7-9 -- 1 Weiter, liebe Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem HERRN Jesus (nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr solltet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer völliger werdet. ... 3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, und daß ihr meidet die Hurerei ... 5 nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; ... 7 Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung 8 Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist gegeben hat in euch. 9 Von der brüderlichen Liebe aber ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben.

Mit anderen Worten: der unbekehrte Mensch hat es mit dem heiligen Gott zu tun, den er noch nicht kennt, der Sich in Christo ihm offenbaren will. Dagegen ein bekehrter Christ, ein Kind Gottes, kennt Gott den Vater und Jesum, den Sohn Gottes. Paulus wünschte für die Gläubigen nicht ein halbes und lahmes Christentum, sondern eine völlige Darstellung des neuen Lebens vor den Augen der Welt. Was erbittet er für diese seine geistlichen Kinder? Eine überströmende Liebe gegeneinander und gegen alle Menschen und Herzen, tadellos in Heiligkeit befestigt bei der Ankunft des HERRN. Die Kinder Gottes sollten, vor aller bewußten Sünde bewahrt, in einer dauernden und ungetrübten Lebensgemeinschaft mit ihrem HERRN stehen. Dies ist auch der Wille Gottes gegen uns. Möchten wir, so viele unter uns dem HERRN gehören, diese große und verheißene Gabe glaubend ergreifen: In Heiligkeit vor Gott zu wandeln!

(Samstag 3. November 1917)

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