Vorige Andacht -- Nächste Andacht
1. Thessalonicher 1,6-8
6 und ihr seid unsre Nachfolger geworden und des HERRN und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trübsalen mit Freuden im heiligen Geist, 7 also daß ihr geworden seid ein Vorbild allen Gläubigen in Mazedonien und Achaja. 8 Denn von euch ist auserschollen das Wort des HERRN; nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist auch euer Glaube an Gott bekannt geworden, also daß uns nicht not ist, etwas zu sagen.
Die Bekehrung der Gläubigen zu Thessalonich hatte ihnen viel Drangsal eingetragen, Haß, Verfolgung, Bitterkeiten, ungerechte Anklagen vor dem weltlichen Gericht. Aber dies alles war keine Drangsal zur Betrübnis und zur Entmutigung oder zur Verbitterung der Herzen, sondern eine Drangsal mit Freude des Heiligen Geistes. Dieser herrliche und wahre Mut, der sie auf dem schmalen Wege mit erhobenem Haupte und strahlendem Angesichte dahinschreiten ließ, machte sie allen Gläubigen jener Gegend zu Vorbildern. Auch die Weltkinder, Juden und Heiden, fühlten angesichts solcher Erscheinungen die Hohlheit ihrer Religion; sie sahen Menschen vor sich, die alles aufgegeben hatten, woran früher ihr Herz hing, und die nun in ihrem unsichtbaren Herrn Jesu eine Quelle der Kraft, der Freude und des Trostes fanden, so reich, daß ihre Lippen übergingen von dem Glück, das ihre Herzen erfüllte! Möchten wir an diesem Vorbilde unser eigenes Christentum prüfen, ob wir gesund sind im Glauben. Kennen wir dies Geheimnis: „Drangsal mit Freude des Heiligen Geistes“?
(Montag 3. September 1917)