BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1954
Juli 1954

Donnerstag, 15. Juli 1954


1. Mose 50,7-14

Der Weg, welchen der Trauerzug einschlug, war nicht der nächste. Vielleicht befürchtete Joseph, auf Schwierigkeiten mit den Philistern zu stoßen, wenn er durch ihr Gebiet gezogen wäre, und deshalb nahmen sie den Weg ähnlich wie später das Volk Israel um das Tote Meer herum. Hier an der Grenze Kanaans wurde nochmals eine große siebentägige Trauer- und Totenfeier veranstaltet. Danach trug Joseph mit seinen Brüdern den Sarg weiter in das verheißene Land. Dort in der Höhle Machpela wurde Jakob neben seinen Vorvätern und seiner Frau Lea beigesetzt [1. Mose 49,31], und damit hatten seine Söhne ihre letzte Kindespflicht erfüllt. – Manchmal erleben wir es, daß liebe Angehörige noch auf dem Sterbebett einen Wunsch aussprechen. Ist es dir möglich, diesen Wunsch zu erfüllen und glaubst du, daß dieser auch Gottes Wille ist – so erfülle ihn und gehe nicht etwa bewußt darüber hinweg. Als der Herr Jesus am Kreuz hing und Seine Mutter in der Nähe stehen sah, war Er sehr bewegt. Er gab deshalb Seinem Jünger Johannes den Auftrag, sie zu sich zu nehmen. Die Bibel sagt uns, daß Johannes nicht zögerte, sondern den Wunsch des Heilandes sofort erfüllte: „Von dieser Stunde an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus!“ (Lies Joh. 19,25-27; 1. Joh. 3,18.19.) Was mochte Joseph und seine Brüder bewegt haben, als sie wieder in dem ihnen von Gott zugesprochenen Land waren! Vielleicht wären sie am liebsten dort geblieben, aber Gottes Stunde dafür war noch nicht gekommen. Ihre Nachkommen sollten in Ägypten noch stark geläutert und damit zubereitet werden für die Aufgaben, die in Kanaan ihrer warteten! So kehrten sie also alle wieder nach Gosen zurück! [VgI. 2. Mose 1,8-14; 3,1-10.]

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