BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1954
Juli 1954

Mittwoch, 7. Juli 1954


1. Mose 49,25; Psalm 84,11.12 (Luther 84,12.13)

Bisher hatte Jakob von Josephs Vergangenheit geredet, nun wandte er sich der Zukunft zu. Es war seine Bitte, daß auch weiterhin der Gott seiner Väter seinem Sohn Joseph täglich beistehen möge und ihm besondere Segnungen zuteil werden lasse! Dabei sprach er von Segnungen des Himmels droben und von Segnungen der Tiefe, die unten liegen. Was wollte er wohl damit sagen? Es gibt verschiedene Wege, auf denen der Herr die Seinen voranführt. Einmal sind es Zeiten besonderer Erquickungen, Zeiten besonderer Freuden, wo alles licht und hell und klar ist um uns und in denen der Herr uns besonders nahe ist. Dann wieder gibt es Zeiten, in denen wir durch manche Trübsale und Proben gehen und die Nähe des Herrn so gar nicht fühlen. Aber auch diese Zeiten sind von Ihm gesandt, und sie sollen ebenfalls zu unserer inneren Förderung dienen! [Lies Jak. 1,17; Jes. 45,7.] Ja, der Weg der Trübsale und Widrigkeiten ist sogar meist der gesegnetere, weil wir da lernen, uns an den Unsichtbaren zu klammern, als sähen wir Ihn! Wir verstehen es dann auch, daß Paulus sich vor allem der Trübsale rühmt. Er sagt: „Wir wissen ja, daß die Trübsal Ausdauer und Standhaftigkeit bewirkt!“ Auch Petrus sagt: „Gerade im Leiden ruht ja der Geist Gottes, der Geist der Herrlichkeit und der Macht auf euch.“ Deshalb wollen wir in den Zeiten, da Gott uns Wege der Tiefe und der Dunkelheit führt, auch ein ganzes Ja dafür haben. Wir wollen nicht fragen „Warum, Herr?“, sondern „Was darf ich lernen?!“ Davids Erfahrung soll auch unsere werden: „Du hast uns geprüft, o Gott, Du hast uns geläutert, wie man Silber läutert. Du hast uns ins Netz gebracht, hast eine drückende Last auf unsere Lenden gelegt, aber Du hast uns aus alle dem herausgeführt und uns überströmende Erquickung bereitet!“ (Lies Röm. 8,18; 2. Kor. 4,16-18; vgl. Ps. 130,1-8.)

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