BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 737 ( Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

47. Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne (1. Mose 49,1-27)

j) Weissagung über JOSEF, Jakobs Sohn von Rahel (1. Mose 49,22-26)


1. MOSE 49,25

Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmächtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes.

PSALM 84,12.13

12 Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 13 HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt!

Bisher hatte Jakob von Josephs Vergangenheit geredet, nun wandte er sich der Zukunft zu. Es war seine Bitte, daß auch weiterhin der Gott seiner Väter seinem Sohn Joseph täglich beistehen möge und ihm besondere Segnungen zuteil werden lasse! Dabei sprach er von Segnungen des Himmels droben und von Segnungen der Tiefe, die unten liegen. Was wollte er wohl damit sagen? Es gibt verschiedene Wege, auf denen der Herr die Seinen voranführt. Einmal sind es Zeiten besonderer Erquickungen, Zeiten besonderer Freuden, wo alles licht und hell und klar ist um uns und in denen der Herr uns besonders nahe ist. Dann wieder gibt es Zeiten, in denen wir durch manche Trübsale und Proben gehen und die Nähe des Herrn so gar nicht fühlen. Aber auch diese Zeiten sind von Ihm gesandt, und sie sollen ebenfalls zu unserer inneren Förderung dienen! [Lies Jak. 1,17; Jes. 45,7.]

Jakobus 1,17 -- Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von obenherab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichtes und der Finsternis. / Jesaja 45,7 -- der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel. Ich bin der HERR, der solches alles tut.

Ja, der Weg der Trübsale und Widrigkeiten ist sogar meist der gesegnetere, weil wir da lernen, uns an den Unsichtbaren zu klammern, als sähen wir Ihn! Wir verstehen es dann auch, daß Paulus sich vor allem der Trübsale rühmt. Er sagt: „Wir wissen ja, daß die Trübsal Ausdauer und Standhaftigkeit bewirkt!“ Auch Petrus sagt: „Gerade im Leiden ruht ja der Geist Gottes, der Geist der Herrlichkeit und der Macht auf euch.“ Deshalb wollen wir in den Zeiten, da Gott uns Wege der Tiefe und der Dunkelheit führt, auch ein ganzes Ja dafür haben. Wir wollen nicht fragen „Warum, Herr?“, sondern „Was darf ich lernen?!“ Davids Erfahrung soll auch unsere werden: „Du hast uns geprüft, o Gott, Du hast uns geläutert, wie man Silber läutert. Du hast uns ins Netz gebracht, hast eine drückende Last auf unsere Lenden gelegt, aber Du hast uns aus alle dem herausgeführt und uns überströmende Erquickung bereitet!“ (Lies Röm. 8,18; 2. Kor. 4,16-18; vgl. Ps. 130,1-8.)

Römer 8,18 -- Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden. / 2. Korinther 4,16-18 -- 16 Darum werden wir nicht müde; sondern, ob unser äußerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. / Psalm 130,1-8 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. 2 HERR, höre auf meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! 3 So du willst, HERR, Sünden zurechnen, HERR, wer wird bestehen? 4 Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. 5 Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. 6 Meine Seele wartet auf den HERRN von einer Morgenwache bis zur andern. 7 Israel, hoffe auf den HERRN! denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm, 8 und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.

(Mittwoch, 7. Juli 1954)

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