BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1953
April 1953

Freitag, 10. April 1953


1. Mose 37,4-11; Johannes 8,45-59

In Josephs Person und Leben hat Gott aufs klarste und deutlichste Christus, Seinen ganzen Dienst und Sein herrliches Erdenleben dargestellt. Manche Behandlung, die Joseph durch seine neidischen und gehässigen Brüder erfuhr, wurde dem Herrn Jesus durch die Juden in ähnlicher Weise zuteil: sie haßten Ihn, weil Er durch Seinen heiligen, gottgeweihten Wandel ihre bösen Werke ins Licht stellte und strafte! Als der Sohn Gottes dann hernach noch von Seiner zukünftigen Herrlichkeit sprach, da ärgerten sie sich noch mehr über Ihn und begegneten Ihm noch feindlicher; ja, sie trachteten Ihm nach dem Leben! So wird es immer sein! [Lies Matth. 26,63–68; Joh. 7,7; Hebr. 13,12.13.] Wenn dagegen die Weltkinder uns, Jesu Brüder und Schwestern, lieben und Gutes von uns reden, so müssen wir wohl ernstlich fragen, ob wir inmitten ihrer Verkehrtheit und Verderbnis das reine Salz oder in ihrer Finsternis das helle Licht sind, das der Herr an uns haben will! – Einen weiteren Grund, ihren Bruder mißzuverstehen und zu hassen, fanden die Brüder in den Träumen, die Joseph hatte! Ihre innere Spannung stieg aufs höchste, als er eines Morgens erzählte, daß er sie im Traum auf dem Feld geschaut habe, wo sie ihre Garben banden, die sich vor seiner Garbe verneigten! Als dies die Brüder hörten, riefen sie erregt aus: „Willst du gar König über uns werden und über uns herrschen?“ – Auch einen zweiten Traum berichtete Joseph ihnen. Recht kindlich und einfältig war es von ihm, daß er seinen Brüdern diese Träume erzählte. Hätte er das Leben und die Menschen schon besser gekannt, so hätte er die Träume in seinem Herzen behalten! Unzweifelhaft waren dieselben von Gott! Er, der Allmächtige, hat Sich ja im Lauf der Zeiten gar manchmal den Menschen durch Träume geoffenbart, die ihnen Weisung, Warnung oder Trost gaben! (Hiob 33,14–18; [1. Kön. 3,5–15.])

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