BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1953 -- 9. April 1953
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1953
April 1953

Donnerstag, 9. April 1953


1. Mose 37,3.4; Galater 4,29

Der Neid und Haß der Brüder mag von Gott aus gesehen gerade das Gegengewicht gewesen sein, das den jungen Joseph vor Einbildung und Überhebung schützte. Vor allem war ihm ja von früh an eine tiefe Ehrfurcht vor Gott ins Herz gepflanzt. Ja, mit erwachendem Bewußtsein wußte er sich für Gott bestimmt! Das Wohlgefallen Dessen, „der im Dornbusch wohnte“ – d. h. das Wohlgefallen des heiligen Gottes, der im Feuer alles verzehrt, was nicht in Seine Gegenwart paßt! – der jedoch aus einem armen Dornbusch einen edlen Fruchtbaum machen kann – dieses Wohlgefallen ruhte auf Joseph, dem Gottgeweihten unter seinen Brüdern. [Lies 4. Mose 6,1–8; vgl. Jes. 66,5.] Und gerade diese Tatsache, daß der junge Joseph dem Herzen Gottes nahe stand und sich Ihm aufschloß und weihte und dementsprechend zu aller Sünde „Nein“ sagte – diese Tatsache rief am meisten den Haß seiner Brüder wach. Warum haßt denn immer Kain den Abel? „Weil seine Werke böse sind, die seines Bruders aber gerecht!“ Darum ruft die Schrift auch heute den Gottgeweihten zu: „Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch haßt! Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben hinübergeschritten sind, weil wir die Brüder lieben! Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode.“ Ja, „tot für alles Göttliche“ waren die Brüder Josephs, und je heller der Weg des letzteren leuchtete, desto finsterer wurde es in ihrem Herzen und Denken! Die Schrift sagt: „Der Pfad des Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, das stets heller leuchtet, bis zur vollen Tageshöhe! Der Weg der Gesetzlosen jedoch ist die dunkle Nacht, unversehens kommen sie zu Fall.“ (Ps. 37,12–15; 1. Sam. 18,5-16.)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 31.05.2018 12:32 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)