BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1952
August 1952

Sonntag, 24. August 1952


1. Mose 27,26-29; vgI. 5. Mose 34,7.10-12

Nach der Mahlzeit sprach Isaak zu seinem Sohn: „Tritt doch herzu und küsse mich, mein Sohn!“ und Jakob trat herzu und küßte ihn! Als Isaak den Duft der Kleider Esaus roch, glaubte er um so mehr, daß es Esau sei, der vor ihm stand, und er segnete ihn. - Der Segen, den er hier seinem Sohn verleiht, ist leider durchaus nicht auf der Höhe des Geistes und der Erleuchtung, die sonst den Patriarchen eigen war! Er roch den Duft des Feldes und wünschte seinem Sohn die Fettigkeit der Erde, den Ertrag des Kornes und Mostes in Fülle. Wenn wir diese Segnung mit anderen Segenssprüchen in der Schrift vergleichen, so zeigt sich uns hier der niedere Glaubensstand Isaaks. Es fehlt die wahre Höhe der Erkenntnis und Gemeinschaft mit Gott! Wäre er selbst stark und erleuchtet gewesen, so hätte er trotz seiner Blindheit doch erkannt, daß er Jakob vor sich hatte, denn der Geist Gottes täuscht Sich nicht! Er ist ja der Geist der Wahrheit, durch den wir versiegelt und erleuchtet sind, wenn wir Gott nahestehen! [Lies 2. Kor. 1,21.22; Eph. 1,13.14.] Wir lernen hier, daß wir nicht mehr weitergeben können, als wir selbst aus der Fülle der Gnade Gottes genommen haben! Unser Mund kann nicht mehr sagen, als was unsere Seele besitzt und schaut. Von welcher Bedeutung ist es also für uns, daß wir ganz auf den Geist Gottes hören, von Ihm erfüllt und in Seinem Wort gegründet sind - daß unsere Gemeinschaft mit Gott eine ganz lebendige sei, und daß wir nicht aufhören in der Schrift zu forschen, damit uns immer Neues aufgehe von Seiner Herrlichkeit! (Lies [2. Tim. 3,16.17]; 1. Kor. 2,9-16.)

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