BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Oktober 1950

Mittwoch, 4. Oktober 1950


1. Mose 15,2.3; Sprüche 13,12

Die dem Abraham soeben gewordene Gottesoffenbarung: „Ich bin dein Schild - dein sehr großer Lohn!“ stand für ihn im Widerspruch mit seinem praktischen Erleben: Abraham war kinderlos und er, wie auch Sara waren bereits betagt! Knechte und Mägde, Esel und Kamele, Zelte und Herden besaßen sie genug. Doch wer sollte das alles erben? Abraham konnte seine Habe nur seinem ältesten Verwalter, Elieser von Damaskus, vermachen. Gottes gnadenvolle Offenbarung gab ihm heute Gelegenheit, sein Herz einmal ganz vor dem Herrn auszuschütten. Heute brauchte er einmal nichts zu verschweigen, und so schüttete er seine Klage aus vor seinem allmächtigen Freund! Offen und kindlich redete er mit seinem Gott. (Lies Psalm 142,1-7; 57,2.3a [Luth. V.3.4a]; 102, 1.2 [Luth. V.2.3]). Es ist ja keine Sünde, wenn es unserer Seele einmal bange wird. Doch wir wollen es unbedingt machen wie Abraham: Wir wollen mit unseren Anfechtungen und Bekümmernissen eilends zu unserem großen herrlichen Herrn kommen. Andernfalls wühlt und frißt Sorge, und Traurigkeit sich immer tiefer in uns hinein. Und wenn wir gar unseren Kummer und unsere Schwierigkeiten bei solchen Menschen aussprechen, die nicht von Gott geheiligt und berufen sind, uns zu dienen, so tun wir uns selbst und auch ihnen großen Schaden! Wie Gott hier für Abraham wunderbare Glaubensstärkung hatte, so hat Er sie auch für uns! Er ist ja reich an Barmherzigkeit und Hilfe! Auch zeigt Er uns häufig geheiligte Menschen, von denen wir die Ueberzeugung haben dürfen, daß sie uns nach Gottes Sinn raten und helfen werden!

Wir denken hier an die Worte des Liedes:

Will heut' dich gar erdrücken so manche Last und Not –
Auf deinen Knien findest du Kraft bei deinem Gott.
Hier hörst du Quellen rauschen von ewig junger Kraft,
Hier siehst du Gott am Werke, der ewig Neues schafft!

[Lies 1. Sam. 1, 9-18; Ps. 62, 8; Klagel. 2,19.]

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