BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
April 1950

Mittwoch, 19. April 1950


Apostelgeschichte 7,2-4; Nehemia 7,2-4; 1. Mose 12,1-4

Wir haben es miterlebt, mit welch wunderbarer Macht der Gott der Herrlichkeit unserem Vater Abraham erschien in seiner Heimat Ur in Chaldäa. Das Buch Josua sagt uns, daß sowohl Abraham als sein Vater Tarah – ja, die ganze Familie bis dahin in der Finsternis des Götzendienstes steckten. [Lies Jos. 24,2.3.] Wir haben es miterleben dürfen, wie Licht und Heil und ganz neues Leben von Oben mit der Offenbarung des Gottes der Herrlichkeit in Abrahams Herz kam. Diese Offenbarung des lebendigen Gottes hob ihn wirklich ganz heraus aus seinem bisherigen dunklen Leben, so daß es die Gnade Gottes fertig brachte, ihn völlig auszuwurzeln aus seiner Heimat. Auf Gottes Ruf hin begab er sich mit seiner Gattin Sarah auf die Reise und zwar mit Hab und Gut. Die Kamele mussten die Hauptlasten tragen, anderes wurde auf die Esel geladen, die Knechte und Mägde, die die Dienste taten, zogen mit. Nach Gottes Willen hätte Abraham den alten Vater Tarah verlassen müssen, denn Gott hatte geboten: „Gehe aus deines Vaters Haus!“ Doch der alte Vater wollte sich von seinem Sohn nicht trennen und hing sich an ihn, so daß Abraham schließlich glaubte, Tarah mitnehmen zu müssen. Die Lösung vom Bisherigen war also nicht ganz so vollständig, wie Gott es gewollt hatte! Die Folge des nicht ganz völligen Gehorsams war, daß Abraham durch seinen Vater in Haran festgehalten wurde. Der alte Vater hatte genug von der Wanderschaft und verlangte, daß man sich in Haran festsetzte. Der Herr Jesus sagt so ernst zu uns allen, die wir den göttlichen Ruf vernommen haben: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als Mich, der ist Meiner nicht würdig! Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als Mich, der ist Meiner nicht wert – nicht würdig Mein Jünger zu sein!“ [Matth. 10,37-39; 5. Mose 33,8-11.] Bist du ein wirklich würdiger Jünger, eine wirklich würdige Jüngerin deines himmlischen Herrn?

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