BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
April 1950

Freitag, 14. April 1950


1. Mose 11,1.6-9

Da sprach der Herr: „Siehe, die Menschen sind ein Volk und haben alle einerlei Sprache und diesen Turmbau haben sie begonnen. Wohlan, laßt Uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, so daß keiner mehr die Worte des anderen mehr versteht.“ Stellen wir uns nur vor, wie das war, als plötzlich bei der großen Bauarbeit keine Verständigung mehr möglich war! Auf solche Weise konnte man das gewaltige Bauwerk nicht mehr weiterführen, und viele entfernten sich von Babel und zerstreuten sich weit weg. Welch ein Gottesgericht! Wären die Menschen beisammen geblieben und hätten sie ihr Vorhaben, den Bau dieses Riesenturmes, ungestört durchführen können, dann wäre wohl Babel der Mittelpunkt eines gewaltigen Weltreiches, eine Universal-Monarchie geworden, wie es ja in der siebenjährigen Drangsalszeit das antichristlich-römische Weltreich sein wird. [Lies Offb. 13,1-10.] Manche haben gefragt: Wie mag wohl die ursprüngliche, einheitliche Sprache der Menschen gewesen sein, die hier verwirrt wurde? Das wird uns nirgends gesagt. Jedenfalls ist die hebräische Sprache, in welcher das Alte Testament – also auch diese Geschichte – geschrieben ist, erst nach der Sprachverirrung entstanden. Wir haben gesehen, daß die Sprachverwirrung durch ein gewaltiges Gerichtseingreifen Gottes über die Menschen hereinbrach. Mit diesem Fortziehen der meisten Leute von Babel begann das eigentliche Heidentum. Die Menschen verließen gleichsam das Vaterhaus, und Gott ließ sie nunmehr „ihre eigenen Wege gehen!“ [Vgl. Apg. 14,16.] Wie der verlorene Sohn sollten sie es erfahren, wie weit sie es ohne Ihn, den lebendigen gnadenvollen Gott zu bringen vermochten. In dem Gleichnis vom verlorenen Sohn hat uns der Herr Jesus neben anderem auch in anschaulicher Weise das Schicksal der Heidenvölker vor Augen gestellt. Wie jener ungehorsame Sohn weit weg zog vom Vaterhaus und nicht mehr an den Vater dachte, so entfernten sich die Völker immer mehr auch innerlich von Gott und vergaßen Ihn, den Heiligen und Barmherzigen! [Lies Röm. 1,20-32.]

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