BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 261 (Der Turmbau zu Babel)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

18. Menschenkinder bauen einen Himmelsturm und der HERR verwirrt ihre Sprache zu Babel (1. Mose 11,1-9)


1. MOSE 11,1.6-9

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache ... 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe! 8 Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, daß der HERR daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Länder.

Da sprach der Herr: „Siehe, die Menschen sind ein Volk und haben alle einerlei Sprache und diesen Turmbau haben sie begonnen. Wohlan, laßt Uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, so daß keiner mehr die Worte des anderen mehr versteht.“ Stellen wir uns nur vor, wie das war, als plötzlich bei der großen Bauarbeit keine Verständigung mehr möglich war! Auf solche Weise konnte man das gewaltige Bauwerk nicht mehr weiterführen, und viele entfernten sich von Babel und zerstreuten sich weit weg. Welch ein Gottesgericht! Wären die Menschen beisammen geblieben und hätten sie ihr Vorhaben, den Bau dieses Riesenturmes, ungestört durchführen können, dann wäre wohl Babel der Mittelpunkt eines gewaltigen Weltreiches, eine Universal-Monarchie geworden, wie es ja in der siebenjährigen Drangsalszeit das antichristlich-römische Weltreich sein wird. [Lies Offb. 13,1-10.]

Offenbarung 13,1-10 -- 1 Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. 2 Und das Tier, daß ich sah, war gleich einem Parder und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und große Macht. 3 Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund; und seine tödliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres 4 und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen? 5 Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, daß es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang. 6 und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. 7 Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ward ihm gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden. 8 Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt. 9 Hat jemand Ohren, der höre! 10 So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.

Manche haben gefragt: Wie mag wohl die ursprüngliche, einheitliche Sprache der Menschen gewesen sein, die hier verwirrt wurde? Das wird uns nirgends gesagt. Jedenfalls ist die hebräische Sprache, in welcher das Alte Testament – also auch diese Geschichte – geschrieben ist, erst nach der Sprachverirrung entstanden. Wir haben gesehen, daß die Sprachverwirrung durch ein gewaltiges Gerichtseingreifen Gottes über die Menschen hereinbrach. Mit diesem Fortziehen der meisten Leute von Babel begann das eigentliche Heidentum. Die Menschen verließen gleichsam das Vaterhaus, und Gott ließ sie nunmehr „ihre eigenen Wege gehen!“ [Vgl. Apg. 14,16.]

Apostelgeschichte 14,16 -- der in den vergangenen Zeiten hat lassen alle Heiden wandeln ihre eigenen Wege;

Wie der verlorene Sohn sollten sie es erfahren, wie weit sie es ohne Ihn, den lebendigen gnadenvollen Gott zu bringen vermochten. In dem Gleichnis vom verlorenen Sohn hat uns der Herr Jesus neben anderem auch in anschaulicher Weise das Schicksal der Heidenvölker vor Augen gestellt. Wie jener ungehorsame Sohn weit weg zog vom Vaterhaus und nicht mehr an den Vater dachte, so entfernten sich die Völker immer mehr auch innerlich von Gott und vergaßen Ihn, den Heiligen und Barmherzigen! [Lies Röm. 1,20-32.]

Römer 1,20-32 -- 20 damit daß Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine Entschuldigung haben, 21 dieweil sie wußten, daß ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, 25 sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 26 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; 27 desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. 28 Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, 29 voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, 31 Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. 32 Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

(Freitag, 14. April 1950)

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