BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Januar 1950

Dienstag, 17. Januar 1950


1. Mose 8,12-19; Psalm 121,8; Galater 5,1

Wiederum nach Verlauf einer Woche ließ Noah die Taube zum drittenmal ausfliegen, und sie kam nicht wieder zu ihm zurück. Nun wusste er, daß der Erdboden trocken geworden war. Er deckte ein Stück des Daches auf, um sich einen freien Blick auf die wiedergewonnene Erde zu verschaffen – zugleich die frische Frühlingsluft in die Arche hineinzulassen. Doch noch 57 Tage verflossen, ehe er mit den Seinen die Arche tatsächlich verlassen konnte. – Die Taube kam aus einem ganz anderen Grund als der Rabe nicht wieder zu Noah zurück, und zwar deshalb, weil es ihr auf der neuen, lieblichen Erde, die wohl schon wieder mit Pflanzenwuchs bedeckt war und auch Nahrung darbot, weit besser gefiel als in der Arche! – Wir denken hier an die Menschen, welche einst, nach Verlauf des Tausendjährigen Reiches auf die neue Erde versetzt werden. So köstlich auch ihr Los unter dem Schutz und der Herrschaft Jesu Christi in der Zeit des Tausendjährigen Reiches gewesen ist, so werden sie sich doch in keiner Weise zurücksehnen, da es auf der neuen Erde noch viel herrlicher sein wird! [Lies Offb. 21,1-4.] – Noah blieb also hier ruhig noch in der Arche und verließ dieselbe nicht eher, als bis ein ausdrücklicher Befehl Gottes ihn dazu aufforderte: „Gehe aus der Arche, du und deine Familie!“ (Vers 16.) Derselbe Gott, welcher einst gesprochen hatte: „Mache dir eine Arche!“ und „Gehe in die Arche mit deiner Familie“, Er spricht jetzt: „Verlaß die Arche und betritt die erneuerte Erde! – Des Patriarchen Seele war sicher auf tiefste bewegt. Nach all den furchtbaren Ereignissen der Flut schenkte Gott ihm nun einen ganz neuen Anfang seiner Erdentätigkeit mit Arbeit und Ruhe – nach langer Einengung in der Arche wieder die freie Bewegung und Arbeit in Gottes herrlicher Natur, unter Gottes Sonne! [Lies Ps. 112,1-3; vgl. Ps. 34,15.16; luth. Vers 16.17.]

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