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JAHRGANG 1949
Oktober 1949

Freitag, 14. Oktober 1949


1. Mose 4,17; Hebräer 13,14-16; Micha 2,10

Kain nannte seinen Erstgeborenen „Hanoch“. Dieser Name lässt tief blicken: Kain suchte das Vergangene zu vergessen und gab in dem Namen seines Sohnes der Hoffnung Ausdruck, daß jetzt, da er seine Familie gründete, ein Neues beginne! Die Namen der Träger des kainitischen Erbes sind ungemein bezeichnend für die innere Geistesrichtung jener von Gott sich lossagenden Zeit, verband man doch in jener alten Zeit – wie man es auch heute tut – mit dem Namen des Kindes immer besondere Erlebnisse, Wünsche oder Hoffnungen, die man hegte. Hanoch bedeutet nämlich: Anfang oder Eröffnung. Er suchte in seiner Vaterfreude einen Ersatz für die verlorene Gemeinschaft mit Gott. Doch die sonst so lieblichen Elternfreuden können ja nimmermehr einen Ersatz bieten für die Freude wahrer, innerer Gemeinschaft mit dem Herrn. [Lies Ps. 72,1.2; 143,6-8; vgl. Ps. 73,25. Jes. 26,8b.9a.] Hast du keine lebendige Verbindung mit Gott und mit Jesus Christus, so bist du und bleibst ein unglücklicher, friedeloser Mensch, magst du auch in den angenehmsten Familienverhältnissen leben! – „Hanoch baute Kain eine Stadt und nannte sie nach seinem Sohne Hanoch.“ Darunter brauchen wir uns nicht eine große Stadt, wie unsere heutigen Städte sind, zu denken, sondern nur einen kleinen Häuserkomplex, in welcher sich einige der Nachkommen Kains zusammenfanden. Dieses Zusammenwohnen wird hier eine Stadt genannt im Gegensatz zu den beweglichen Zelten, die man bald da, bald dort aufschlug. Offenbar suchte Kain auch auf diese Weise gegen den göttlichen Fluch anzukämpfen. Ach, wie oft ist es auch heute so, daß Menschen, die der suchenden Gnade Gottes ausweichen und entfliehen wollen, umsomehr Eifer und Geschick darauf verwenden, sich’s auf der Erde möglichst wohnlich zu machen trotz der Flüchtigkeit und Unsicherheit des kurzen Erdenlebens! [Lies 1. Joh. 2,15-17; vgl. Jak. 1,10.11; Jes. 40,6-8.]

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