BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
Mai 1949

Sonntag, 29. Mai 1949


1. Mose 3,6; 2. Kor. 11,2.3; Hebräer 3,12-15

Wir hören: „Eva nahm von der Frucht und aß und gab auch ihrem Manne und er aß gleichfalls davon!“ So erzählt der Text in gedrängter, atemberaubender Kürze die entscheidungsvolle Wendung, den entsetzlichen Sturz der Menschen in die erste Sünde. Der Widerstreit in Evas Seele, die sich aus ihrer heiligen Verwurzelung in Gott gelöst hat, ist nun schicksalsschwer entschieden. Eva folgt also der Schlange, als wäre diese weit mehr als Gott. Sie tut, was ihr der Schöpfer so ernstlich verboten hat, als wäre dies das höchste Gut und Glück. Adam aber läßt ohne Einrede die Verführung zu Ende kommen und läßt sich einfach durch Eva bestimmen. – Auf solche Weise hat die vorher so liebliche Eva an ein Tier ihre Menschenwürde verloren und Adam verliert seinem Weibe gegenüber die Manneswürde! – Die beiden Menschen, die Gott zur Krone Seiner Schöpfung gemacht hatte, handeln so, als wäre der Teufel der Wohlmeinende und Gott derjenige, der ihnen das Gute nicht gönne. Ja, sie handeln so, als ob der Satan Gott und Gott der Satan wäre. Wie furchtbar! – Zudem muß man bedenken, daß Adam und Eva bisher in einem unmittelbaren und ungetrübten Verhältnis zu Gott, ihrem Schöpfer gestanden sind, wie nie ein Mensch wieder – daß bis dahin ihre Seele rein, ihr Verkehr mit Gott ein ungetrübter und überaus schöner gewesen – daß sie von einer Fülle göttlicher Wohltaten, und zwar jüngst empfangener, rings umgeben waren. Auch konnten sie sich nicht damit entschuldigen, daß sie ja das göttliche Gebot nicht verstanden hätten oder die Warnung nicht, die sie im Fall der Übertretung mit dem Tod bedrohte! – Bedenkt man dies alles, so muß man sagen: Diese Sünde des ersten Menschenpaares war unausdenkbar groß und schwer – ein einzigartiges, unvergleichliches und für die Nachwelt, wie sich voraussetzen läßt, unaussprechlich folgenschweres Ereignis! [Lies Röm. 5,12-21]

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