BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
Mai 1949

Dienstag, 24. Mai 1949


1. Mose 3,1-3

Hören wir nun, wie die ersten Menschen sich überwinden ließen von dem Widersacher, den sie doch eigentlich hätten überwinden müssen. Wahrlich, Adam und Eva hätten wachen sollen, so daß die Schlange hätte nie ins Paradies hineinkommen können. Gott hatte ja die Menschen dazu gesetzt, den wundervollen Garten „zu bebauen und zu bewahren!“ Gerade in diesem Wort „bewahren“ lag ja die Andeutung, daß irgend eine fremde Macht da sein müsse, die niemals hier hätte eindringen dürfen! –Auch heute ist es so, daß unser Widersacher der Teufel umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Darum wird uns zugerufen: Seid wachsam, steht fest in eurem Vertrauen zum Herrn, seid mannhaft, seid stark. [1 Kor. 16,13; 1. Thess. 5,6-11; vgl. Luk. 21,34-36; Offb. 16,15.] Eva aber lässt sich mit der redenden Schlange ein, obwohl sie in ihr das Werkzeug einer übernatürlichen, gefährlichen Macht hätte erkennen sollen. Schon dieses Sicheinlassen mit ihr bedeutete für sie den Anfang des Ungehorsams und des Falls. Der Teufel versuchte zunächst einmal vermittelst der Schlange Mißtrauen gegen Gott im Herzen der Eva zu erwecken. Der Verführer stellt seinen Vorschlag natürlich nicht als etwas Schädliches, Gefährliches, sondern als etwas durchaus Gutes und Begehrenswertes hin – als etwas, das die Menschen wahrhaft glücklich machen könne! In weit übertriebener, ja lügenhafter Weise redet er so, als ob Gott Adam und Eva überhaupt alles Essen von den Paradiesesbäumen verboten habe. Darauf antwortet Eva der Schlange: „Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Doch von dem Baume der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: davon sollt ihr nicht essen und die Frucht nicht anrühren, damit ihr nicht sterbet!“ Eva ist sich des göttlichen Verbots wie auch der göttlichen Warnung klar bewußt, das merken wir hier. Das Verbot wie auch die Androhung des Sterbens lautete nachdrücklich genug. Doch verrät der Zusatz den Eva macht: „ … und sie nicht berühren!“, daß ein Mißtrauen Gott gegenüber da ist – daß sie das Gebot härter und strenger darstellt, als Gott es ausgesprochen hat! [Lies Matth. 25,24; Psalm 103,8; vgl. Neh. 9,31; Jes. 54,7-10.]

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