BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 116 (Wie Adams Frau durch die Schlange verführt wurde)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

7. Wie Adams Frau durch die Schlange im Garten Eden verführt wurde (1. Mose 3,1-5)


1. MOSE 3,1-3

1 Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten? 2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt's auch nicht an, daß ihr nicht sterbt.

Hören wir nun, wie die ersten Menschen sich überwinden ließen von dem Widersacher, den sie doch eigentlich hätten überwinden müssen. Wahrlich, Adam und Eva hätten wachen sollen, so daß die Schlange hätte nie ins Paradies hineinkommen können. Gott hatte ja die Menschen dazu gesetzt, den wundervollen Garten „zu bebauen und zu bewahren!“ Gerade in diesem Wort „bewahren“ lag ja die Andeutung, daß irgend eine fremde Macht da sein müsse, die niemals hier hätte eindringen dürfen! –Auch heute ist es so, daß unser Widersacher der Teufel umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Darum wird uns zugerufen: Seid wachsam, steht fest in eurem Vertrauen zum Herrn, seid mannhaft, seid stark. [1 Kor. 16,13; 1. Thess. 5,6-11; vgl. Luk. 21,34-36; Offb. 16,15.]

1. Korinther 16,13 -- 13 Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark! / 1. Thessalonicher 5,6-11 -- 6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken; 8 wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. 9 Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern HERRN Jesus Christus, 10 der für uns alle gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. 11 Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut. / Lukas 21,34-36 -- 34 Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser Tag schnell über euch; 35 denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. 36 So seid nun wach allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. / Offenbarung 16,15 -- 15 Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und hält seine Kleider, daß er nicht bloß wandle und man nicht seine Schande sehe.

Eva aber lässt sich mit der redenden Schlange ein, obwohl sie in ihr das Werkzeug einer übernatürlichen, gefährlichen Macht hätte erkennen sollen. Schon dieses Sicheinlassen mit ihr bedeutete für sie den Anfang des Ungehorsams und des Falls. Der Teufel versuchte zunächst einmal vermittelst der Schlange Mißtrauen gegen Gott im Herzen der Eva zu erwecken. Der Verführer stellt seinen Vorschlag natürlich nicht als etwas Schädliches, Gefährliches, sondern als etwas durchaus Gutes und Begehrenswertes hin – als etwas, das die Menschen wahrhaft glücklich machen könne! In weit übertriebener, ja lügenhafter Weise redet er so, als ob Gott Adam und Eva überhaupt alles Essen von den Paradiesesbäumen verboten habe. Darauf antwortet Eva der Schlange: „Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Doch von dem Baume der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: davon sollt ihr nicht essen und die Frucht nicht anrühren, damit ihr nicht sterbet!“ Eva ist sich des göttlichen Verbots wie auch der göttlichen Warnung klar bewußt, das merken wir hier. Das Verbot wie auch die Androhung des Sterbens lautete nachdrücklich genug. Doch verrät der Zusatz den Eva macht: „ … und sie nicht berühren!“, daß ein Mißtrauen Gott gegenüber da ist – daß sie das Gebot härter und strenger darstellt, als Gott es ausgesprochen hat! [Lies Matth. 25,24; Psalm 103,8; vgl. Neh. 9,31; Jes. 54,7-10.]

Matthäus 25,24 -- 24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast; / Psalm 103,8 -- 8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. / Nehemia 9,31 -- 31 Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du es nicht gar aus mit ihnen gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. / Jesaja 54,7-10 -- 7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. 9 Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, daß die Wasser Noahs sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen noch dich schelten will. 10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:21 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)