BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
März 1949

Donnerstag, 17. März 1949


1. Mose 2,21-25; 1. Korinther 11,8-12

Man muss eigentlich hier den hebräischen Urtext lesen, um die ergreifende Größe dieses Geschehens mitzuerleben, wie Gott für den Menschen die Gehilfin, die so ganz für ihn passt, schuf. Adam, aus dem Traumnebel erwachend, erkennt in der unbeschreiblich lieblichen Eva die Antwort auf das tiefste Sehnen seines Herzens! Sie ist die Ergänzung seines Wesens und wird nun die Vertraute seines Herzens. Wunderbar lebensvoll kommt dies in dem jubelnden, überraschten Ausruf Adams zum Ausdruck: „Diese ist endlich einmal Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch!“ In diesem Ausruf zittert noch deutlich das Gefühl der Einsamkeit vergangener Stunden nach. - Nicht vom Haupte Adams war Eva gebildet worden, sie sollte ja nicht über ihm stehen und über ihn herrschen; aber auch nicht von seinen Füßen, denn niemals soll der Mann sein Weib tyrannisch mit Füßen treten. Nein, Gott nahm sie aus der Nähe seines Herzens, indem Er eine seiner Rippen herauslöste und aus ihr die Eva baute. Das sollte die allerinnigste Vereinigung und Liebe zueinander und gleichzeitig die herzliche Abhängigkeit der Frau von ihrem Mann bezeichnen. (Lies Eph. 5,25-33.) Wir blicken hier in die Tiefen jener Lichtung des Lebens, welche innigste Gemeinschaft und wunderbare Ergänzung heißt. Unmittelbar daran fügt sich das Wort: „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein!“ Wunderbar tiefsinnig ist dieses Wort - von keinem Ausleger, keinem Dichter noch in der ganzen Tiefe seines Inhalts uns erschlossen worden. In diesen Worten „ein Fleisch“ liegt die Tatsache, zugleich die Verheißung und das Gebot der Zusammenfügung zu einem Ganzen. Aus dem Wunder der Einheit in Geist und Wesen und Ehe wächst das Wunder eines neuen lebendigen Geschöpfleins, des Nachkommen! „Dieses Geheimnis ist groß“ (Lies Psalm 128,1-4; Sprüche 31,10-31.)

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