BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
März 1949

Dienstag, 1. März 1949


1. Mose 2,15-17; Psalm 128,1.2; Prediger 5,18-20

Den außerhalb des Gartens erschaffenen Menschen versetzte Gott jetzt in den Bereich, der seine eigentliche Wohn- und Wirkungsstätte von nun an sein sollte. Adam hatte also, ehe er in das Paradies gelangte, die außerparadiesische Erde gesehen. Deshalb konnte er die Herrlichkeit und Schönheit des Paradieses umso besser würdigen. Auch seinen über das Paradies hinaus auf die ganze Erde sich erstreckenden Beruf überblickte er und durfte denselben ins Auge fassen. - Wie wundervoll der Paradieses Garten war, lässt sich ja nicht ausdenken, noch beschreiben. Hier wies Gott dem Menschen nicht nur eine unvergleichlich angenehme Wohnstätte zu, sondern zugleich auch eine in wohltuender Ruhe sich vollziehende Tätigkeit! Diese Tätigkeit war allerdings sehr anders als die Mühseligkeit und Unruhe des Schaffens und Arbeitens, wie es nach dem Sündenfall des Menschen Schicksal wurde. (Lies 1. Mose 3,17-19) Eine doppelte Aufgabe wartete also Adams im Paradiese: er sollte diesen köstlichen Garten nicht nur bebauen, sondern auch bewahren. Er soll ihn veredeln, indem er sich um ihn bemüht. - So wird also dem Menschen als dem Herrn der Erde, die Aufgabe zuteil, den Garten zu bebauen - eine Aufgabe, die allerdings vom späteren mühsamen Ackerbau so verschieden gewesen sein mag, wie das Paradies vom Fluch belasteten Acker. - Nach Gottes ursprünglicher Absicht sollte ja die Arbeit für den Menschen nicht Last, sondern Lust bedeuten. Wirklich, Arbeit ist so wenig unparadiesisch, dass nach 1. Mose 2,1-3 sogar die Schöpfung selbst eine Arbeit, ein „Werk Gottes“ genannt wird. (Lies Eph. 4,28; 2. Thess. 3,6-14; 2. Mose 23,12; 5. Mose 5,14; Joh. 5,17; Hebr. 4,4) Das Paradies ist also der feste Punkt, von wo aus die Herrschaft des Menschen über die Erde und die damit beginnende Hereinziehung und Emporhebung der Natur in den Bereich des Geistes und der Königsherrschaft Gottes ihren Anfang nehmen sollte. - So wird in schlichtester Weise angedeutet, dass vom Paradiese aus schließlich die ganz Erde zum Paradies werden soll! (Jes. 66,10-14.22.)

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