BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1948
Oktober 1948

Freitag, 29 / Samstag, 30. Oktober 1948


1. Mose 1,26; Jakobus 3,7; vgl. 1. Mose 9,1-3

Wir lesen: „Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach Unserem Bilde, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über das Gevögel des Himmels, über das Vieh, sowie über alles, was sich auf dem Erdboden regt!“ In allen Geschöpfen liegt ein Zug der Selbständigkeit, der an sich die Grundlage alles Lebens ist. Andererseits aber würde die Harmonie, der Friede in der Schöpfung sehr leicht in Disharmonie geraten, wenn diese Unzahl und Mannigfaltigkeit von Wesen nicht unter die Herrschaft eines höheren, einheitlichen Hauptes gestellt worden wäre. Dieses Haupt der Schöpfung ist der Mensch unter Gott; ihm ist die Behütung des Gott so wohlgefälligen, harmonischen Bestandes alles Irdischen anvertraut. Die Schrift sagt: „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde – der Du Deine Majestät gesetzt hast über die Himmel! Herr wenn ich anschaue den Himmel, Deiner Finger Werk – den Mond und die Sterne, die Du bereitet hast: „Was ist der Mensch, daß Du sein gedenkst und des Menschen Sohn, daß Du auf ihn acht hast? Mit Herrlichkeit und Pracht hast Du ihn gekrönt, Du hast ihn zum Herrscher gemacht über die Werke Deiner Hände. Alles hast Du unter seine Hand gestellt! Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name! “ (Vgl. Jer. 27,1-6; Hebr. 2,5-8.) Vers 26b: „Und sie sollen herrschen…“ Was den Menschen hoch über die belebte und unbelebte Schöpfung emporhebt, ist seine Herrscherwürde und Herrscherpflicht. Diese Herrschaft ist vom Menschen nicht erobert, sondern sie ist ihm gegeben als Würde und Pflicht. Darum bedeutet sie Verantwortlichkeit vor Gott und zugleich Verantwortung für die ganze Schöpfung, die ja dem Menschen anvertraut wurde zur Beherrschung; er sollte ihr sein Siegel aufdrücken, den Stempel seines Geistes! – Der Mensch Herr und darum auch Schicksal der Tiere, der Pflanzen und der ganzen Erde! Die gesamte Verwaltungsmacht und Kulturarbeit des Menschen sollte ja ein Teilhaben an Gottes verantwortungsvollem, gestaltendem und formendem Herrschertum sein. (Vgl. 1. Kön.9,19-22; 10, 23-27). Sind nicht wir, die Heiligen und Geliebten Gottes, gleichfalls zu wunderbarem Herrschertum mit Christus bestimmt in der kommenden Herrlichkeit Seines Reiches? ([Lies Off. 1,5b.6; 20,4-6]; vgl. Offb.5, 6-10.)

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