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JAHRGANG 1948
Oktober 1948

Sonntag, 31. Oktober / Montag, 1. November 1948


1. Mose 1,27; Psalm 139,13-17; Sprüche 20,12

„Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf Er ihn – Mann und Frau schuf Er sie!“ In drei parallelen Satzgliedern feiert der Bericht die Erschaffung des Menschen. Hierbei ist der Unterschied nicht zu übersehen, daß zunächst vom Menschen in der Einzahl gesprochen wird: “Im Bilde Gottes schuf Er ihn!“ Sofort anschließend folgt die geschlechtliche Differenzierung: „Mann und Frau schuf Er sie!“ Die wunderbare Erschaffung der Frau wird uns in Kap. 2,18-24 ausführlich berichtet. [Vgl. 1. Kor. 15,45-49] Bei unserem Bericht über die Erschaffung des Menschen als der Krone der Schöpfung erhebt sich, wie wir schon sahen, die Heilige Schrift zum ersten Mal zu dichterischem Jubelgesang. Ja, die Schöpfung des Menschen wird gefeiert, diese einzigartige Wundertat Gottes. Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen besteht darin, daß der Mensch als aus Geist, Seele und Leib bestehend, eine Dreiheit in der Einheit ist und somit das dreieinige Wesen seines Schöpfers wiederspiegelt. Sein Leib ist nach Gott geschaffen, und was für ein Wunder ist dieser Leib! Denken wir nur z.B. an unser Auge, das sich je nach Bedürfnis erweitert oder verengt, das sich also beim Schauen in die Ferne den Gesetzen des Fernglases, beim Sehen in die Nähe denen des Vergrößerungsglases anpaßt. Unser Auge ist eben an sich schon eine wunderbare Welt von ganz zarten Nerven und Muskeln, welche Millionen von Lichtstrahlen und Bildern aufnehmen und der Seele getreulich erzählen kann, wie die Welt draußen aussieht. (Lies Pred. 1,8b; 11,7; Jes. 33,17; Psalm 25,15; Sprüche 4,24-27.) Ebenso erstaunlich ist die Beschaffenheit des menschlichen Ohres, in welchem 4300 ganz zarte, feine Stäbchen wie die Saiten einer Harfe bei jedem Klang oder Geräusch erzittern und durch die der Geist vermittelst des Gehirns die Wunder des Tones und vor allem das größte Wunder vernimmt, nämlich das Wort! – Es ist doch vor allem eine große Gnade, daß wir mit unseren Ohren die göttlichen Worte der Heiligen Schrift vernehmen können, wenn sie uns vorgelesen oder zu uns gesprochen werden. „Hören will ich, was der Herr, mein Gott, zu mir reden wird, denn Frieden und Wohlfahrt wird Er reden zu seinem Volke, zu Seinen Frommen!“ [Psalm 85,8; Hab. 2,1; Hebr. 12,25-29]

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