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JAHRGANG 1935
Dezember 1935

Sonnabend, den 14. Dezember 1935


2. Mose 39,27-29; [2. Mose 28,39]

Unter dem dreiviertel langen blauen Obergewand und dem halb langen Ephod trug der Hohepriester einen weißen Leibrock aus Byssus, dieser feinen ägyptischen Baumwolle, in Würfelmuster gewebt. Derselbe reichte bis an die Fußknöchel, sah also unter dem blauen Hohenpriesterkleid hervor. Zu demselben gehörte ein Kopfbund vom gleichen feinen Baumwollgewebe und ein buntgewirkter Gürtel in Farben, die wir schon so gut kennen: weiße Grundfäden, durchwirkt mit blauem und rotem Purpurgarn und mit Karmesin. (Dieser buntgewirkte Gürtel gehörte zu dem weißen Unterkleid, ist also zu unterscheiden von jenem Gürtel, der zu dem hohenpriesterlichen Überkleid, dem mit Edelsteinen besetzten Ephod, gehörte.[Vgl. Kap. 28,5-8.] - Da der Hohepriester uns ja den Herrn Jesus vor Augen stellt, so sehen wir in diesem weißen Leibrock einen klaren Hinweis auf Jesu vollkommene Reinheit und Heiligkeit. - Ja, Er, unser großer Heiland, war „heilig, unberührt vom Bösen und fleckenlos “, als Er hier auf Erden war, und so heilig und rein thront Er für uns jetzt in der höchsten Herrlichkeit des Himmels! - Der Geist Gottes legt Wert darauf, immer wieder Christi Reinheit und Sündlosigkeit zu betonen. Und wie froh und dankbar wollen wir sein, einen solchen Hohenpriester zu haben zur Rechten der Majestät Gottes im Himmel! [Vgl. Jes. 53,9; Joh. 8,46; 18,38; 2. Kor. 5,21 u. a. m.] - Der weiße Kopfbund war ein besonders heiliger Schmuck, an welchem das goldene Stirnblatt befestigt wurde mit der Aufschrift: „Heiligkeit für den Herrn!“ - Erinnert uns dies nicht daran, daß es von den wahren Dienern des Herrn in der Herrlichkeit heißt: „Seine Knechte werden Ihm dienen, und sie werden Sein Angesicht schauen, und Sein Name wird ihnen auf die Stirn geschrieben sein!“? [Vgl. Offenb. 3,12; 14,1; 22,3. 4.] - Die Stirn ist der Sitz unseres Geistes; und wenn unser Geist vom Heiligen Geist regiert und durchdrungen wird, dann strahlt eine seltene Reinheit und Schönheit, ein wunderbares Licht von uns aus. - Wir sehen dies bei Mose, nachdem er vierzig Tage und Nächte bei Gott auf dem Berge gewesen war: „Alle Kinder Israel sahen Mose an, denn siehe, sein Angesicht strahlte; und sie fürchteten sich, ihm zu nahen. (2. Mos. 34,28-35; vgl. Stephanus in Apgesch. 6,15.) - Werden wir hier nicht erinnert an Jes. 61,10, wo der Prophet ausruft: „Hoch erfreue ich mich in dem Herrn; meine Seele soll jubeln in meinem Gott! Denn Er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils - den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan. Ich bin wie ein Bräutigam, der den Kopfschmuck nach Priesterart anlegt, und wie eine Braut, die sich schmückt mit ihrem Geschmeide.“ - So wird auch uns heilige Freude ins Herz gelegt - so werden auch wir Licht und Heil ausstrahlen, wenn wir in Wahrheit Gott nahestehen und es üben, vor Seinem Angesicht zu wandeln und zu handeln. (Lies 1. Sam. 1, 18b; 2,1; Joh. 15,9-11; Apgesch. 13,52.) - Vor allem wird uns ja hier unser großer Hoherpriester, der Herr Jesus, vor Augen gestellt. Er steht für uns vor Gott, und die ganze Liebe, Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes strahlt uns von Seiner Stirn, aus Seinem Angesicht, aus Seinem Herzen entgegen: „Wir alle aber schauen mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn, und so werden wir in Sein Bild umgewandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Das alles wirkt der Herr - das wirkt Sein Geist!“ [Lies Röm. 8,28. 29.]

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