BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 549 (Anfertigung der Untergewänder, der hohen Mützen und des Gürtels für Aaron)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

28. Anfertigung der Untergewänder, der hohen Mützen und des Gürtels für Aaron (2. Mose 39,27-29)


2. Mose 39,27-29

27 Und sie machten auch die engen Röcke, von weißer Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Söhnen, 28 und den Hut von weißer Leinwand und die schönen Hauben von weißer Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weißer Leinwand 29 und den gestickten Gürtel von gezwirnter weißer Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

2. Mose 28,39

Du sollst auch einen engen Rock machen von weißer Leinwand und einen Hut von weißer Leinwand machen und einen gestickten Gürtel.

Unter dem dreiviertel langen blauen Obergewand und dem halb langen Ephod trug der Hohepriester einen weißen Leibrock aus Byssus, dieser feinen ägyptischen Baumwolle, in Würfelmuster gewebt. Derselbe reichte bis an die Fußknöchel, sah also unter dem blauen Hohenpriesterkleid hervor. Zu demselben gehörte ein Kopfbund vom gleichen feinen Baumwollgewebe und ein buntgewirkter Gürtel in Farben, die wir schon so gut kennen: weiße Grundfäden, durchwirkt mit blauem und rotem Purpurgarn und mit Karmesin. (Dieser buntgewirkte Gürtel gehörte zu dem weißen Unterkleid, ist also zu unterscheiden von jenem Gürtel, der zu dem hohenpriesterlichen Überkleid, dem mit Edelsteinen besetzten Ephod, gehörte.[Vgl. Kap. 28,5-8.]

2. Mose 28,5-8 -- 5 Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weiße Leinwand. 6 Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, kunstreich; 7 zwei Schulterstücke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden. 8 Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand.

Da der Hohepriester uns ja den Herrn Jesus vor Augen stellt, so sehen wir in diesem weißen Leibrock einen klaren Hinweis auf Jesu vollkommene Reinheit und Heiligkeit. - Ja, Er, unser großer Heiland, war „heilig, unberührt vom Bösen und fleckenlos “, als Er hier auf Erden war, und so heilig und rein thront Er für uns jetzt in der höchsten Herrlichkeit des Himmels! - Der Geist Gottes legt Wert darauf, immer wieder Christi Reinheit und Sündlosigkeit zu betonen. Und wie froh und dankbar wollen wir sein, einen solchen Hohenpriester zu haben zur Rechten der Majestät Gottes im Himmel! [Vgl. Jes. 53,9; Joh. 8,46; 18,38; 2. Kor. 5,21 u. a. m.]

Jesaja 53,9 -- Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. / Johannes 8,46 -- Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? / Johannes 18,38 -- Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. / 2. Korinther 5,21 -- Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

Der weiße Kopfbund war ein besonders heiliger Schmuck, an welchem das goldene Stirnblatt befestigt wurde mit der Aufschrift: „Heiligkeit für den Herrn!“ - Erinnert uns dies nicht daran, daß es von den wahren Dienern des Herrn in der Herrlichkeit heißt: „Seine Knechte werden Ihm dienen, und sie werden Sein Angesicht schauen, und Sein Name wird ihnen auf die Stirn geschrieben sein!“? [Vgl. Offenb. 3,12; 14,1; 22,3. 4.]

Offenbarung 3,12-- Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. / Offenbarung 14,1 -- Und ich sah das Lamm stehen auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben an ihre Stirn. / Offenbarung 22,3.4 -- 3 Und es wird kein Verbanntes mehr sein. Und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden ihm dienen 4 und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.

Die Stirn ist der Sitz unseres Geistes; und wenn unser Geist vom Heiligen Geist regiert und durchdrungen wird, dann strahlt eine seltene Reinheit und Schönheit, ein wunderbares Licht von uns aus. - Wir sehen dies bei Mose, nachdem er vierzig Tage und Nächte bei Gott auf dem Berge gewesen war: „Alle Kinder Israel sahen Mose an, denn siehe, sein Angesicht strahlte; und sie fürchteten sich, ihm zu nahen. (2. Mos. 34,28-35; vgl. Stephanus in Apgesch. 6,15.)

2. Mose 34,28-35-- 28 Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte. 29 Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wußte nicht, daß die Haut seines Angesichts glänzte davon, daß er mit ihm geredet hatte. 30 Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, daß die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, zu ihm zu nahen. 31 Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen. 32 Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. 33 Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht. 34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war, 35 so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, daß die Haut seines Angesichts glänzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden. / Apostelgeschichte 6,15 -- Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.

Werden wir hier nicht erinnert an Jes. 61,10, wo der Prophet ausruft: „Hoch erfreue ich mich in dem Herrn; meine Seele soll jubeln in meinem Gott! Denn Er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils - den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan. Ich bin wie ein Bräutigam, der den Kopfschmuck nach Priesterart anlegt, und wie eine Braut, die sich schmückt mit ihrem Geschmeide.“ - So wird auch uns heilige Freude ins Herz gelegt - so werden auch wir Licht und Heil ausstrahlen, wenn wir in Wahrheit Gott nahestehen und es üben, vor Seinem Angesicht zu wandeln und zu handeln. (Lies 1. Sam. 1, 18b; 2,1; Joh. 15,9-11; Apgesch. 13,52.)

1. Samuel 1,18 -- Sie sprach: Laß deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Also ging das Weib hin ihres Weges und aß und sah nicht mehr so traurig. / 1. Samuel 2,1 -- Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN; mein Horn ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils. / Johannes 15,9-11 -- 9 Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! 10 So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. 11 Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. / Apostelgeschichte 13,52 -- Die Jünger aber wurden voll Freude und heiligen Geistes.

Vor allem wird uns ja hier unser großer Hoherpriester, der Herr Jesus, vor Augen gestellt. Er steht für uns vor Gott, und die ganze Liebe, Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes strahlt uns von Seiner Stirn, aus Seinem Angesicht, aus Seinem Herzen entgegen: „Wir alle aber schauen mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn, und so werden wir in Sein Bild umgewandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Das alles wirkt der Herr - das wirkt Sein Geist!“ [Lies Röm. 8,28. 29.]

Römer 8,28.29 -- 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. 29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

(Samstag 14. Dezember 1935)

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