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JAHRGANG 1935
November 1935

Mittwoch, den 13. November 1935


2. Mose 37,29; [2. Mose 30,31-33]

Ein Salböl in dieser Zusammensetzung durfte außerhalb des Heiligtums nicht gemacht werden, denn Gott hatte dasselbe ausschließlich zu heiligen Zwecken bestimmt: „Es ist heilig, und darum soll es auch euch heilig sein!“ Das war das zweite Verbot. Wer mit heiligen Dingen nicht heilig umgehen kann, den wird Gott in Seinem Dienst nicht gebrauchen können. Und doch gibt es im Kreise der Gläubigen immer wieder solche Menschen, die das Heilige herabziehen auf ihren niedrigen, ungöttlichen Standpunkt. Wir wollen uns deshalb das Wort zu Herzen nehmen, welches Paulus seinem geliebten Kinde Timotheus schrieb: „Bewahre das schöne, anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in dir wohnt!“ (2. Tim. 1,14.) - 2. Mos. 30,33: Vor Nachahmung schützte Gott dieses wunderbare Salböl: „Wer desgleichen mischt, der soll ausgerottet werden aus seinem Volke!“ Das Salböl stellt uns ja den Geist Gottes mit Seinen Tugenden und Kräften dar, wie sie nur in Jesus zu finden und durch Ihn zu erlangen sind. Nur wer Christi Leben und Geist empfangen hat, wird Ihm auch wahrhaft ähnlich sein. Alles äußerliche Nachahmenwollen des göttlichen Lebens und der Früchte des Heiligen Geistes ist schrecklich in Gottes Augen! Wenn jemand nicht seine Kraft und sein Leben aus Christus zieht, der wird hinausgeworfen wie eine abgeschnittene Rebe und verdorrt. Schließlich „sammelt mau sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen!“ - Der Herr Jesus sagt: „Nicht jeder, der zu Mir spricht: Herr, Herr! wird in das himmlische Königreich eingehen, sondern nur wer in Wahrheit den Willen Meines Vaters tut, der in den Himmeln thront! Viele werden an jenem Tage des Gerichts zu Mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht durch Deinen Namen geweissagt und durch Deinen Namen böse Geister ausgetrieben und durch Deinen Namen viele Wunderwerke getan? Dann werde Ich ihnen bekennen: Nie habe Ich euch als die Meinigen gekannt! Hinweg von Mir, ihr Übeltäter!“ - Von den Tagen Davids an wurde das Räucherwerk morgens und abends im Tempel nicht mehr durch den Hohenpriester dargebracht, sondern jeder Priester kam einmal an die Reihe, diesen heiligen Dienst zu üben. (1. Chron. 24,19!) Gott würdigte den Priester Zacharias bei solchem Dienste einer besonderen Erscheinung: Der Engel Gabriel, von Gott gesandt, stand plötzlich zur Rechten des Räucheraltars und sprach zu ihm: „Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Flehen ist erhört!“ Die ganze Menge des Volkes stand betend draußen zur Stunde des Räucherns. Ja, unter dem Alten Bunde stand das Volk stets draußen und hatte keinen Zugang zu Gott! [Lies Luk. 1,5-25.] - Wie anders ist es jetzt! Alle Glaubenden werden aufgefordert, mit Freudigkeit und Freimütigkeit einzutreten in das Heiligtum Gottes und Ihm die Rauchopfer des Gebets und der Anbetung darzubringen. Wie herrlich, daß wir nun zu denen gehören, die „im Hause des Herrn bleiben werden immerdar “! - Nur die Unbekehrten, deren es ja noch manche unter unseren Lesern geben wird, werden als die bezeichnet, welche „draußen stehen“! (1. Kor. 5,12. 13; Kol. 4,5.) Was es sein muß, einmal ewiglich draußen zu stehen, wenn es heißen wird: „Die Tür ist verschlossen!“ - das läßt sich nicht ausdenken. (Lies Matth. 13,41. 42.)

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