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JAHRGANG 1935
September 1935

Freitag, den 20. September 1935


2. Mose 37,25-28

Es ist beachtenswert, daß eine gerade Linie ging vom ehernen Altar zum goldenen Altar und zur Bundeslade im Allerheiligsten! - Wer von der Sünde getrennt und gereinigt ist durch das Kreuz Christi, hat den unmittelbaren Zutritt zu Gott, darf Ihm als Anbeter und Priester nahen und sich schon jetzt der ewigen Herrlichkeit rühmen. Wie Stephanus sehen wir schon jetzt in den geöffneten Himmel hinein - sehen unseren Herrn Jesus, der einst für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, um die Leiden des Todes zu schmecken; ja, wir sehen Ihn, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt zur rechten Hand Gotte im Himmel, Seine Leiden sind vorüber, und die darauffolgenden Herrlichkeiten sind angebrochen. (Lies [1. Petr. 1,11]; Apgesch. 7,55. 56; Hebr. 2,7-9.) - Es ist bedeutsam, daß der goldene Altar um seine obere Platte eine goldene Kranzleiste oder Krönung trug. Der eherne Altar hatte keine solche! Als unser Herr Jesus auf Erden war, da „hatte Er - nach Menschenmeinung - keine Gestalt und keine Schönheit, daß man Seiner begehrt oder Gefallen an Ihm gefunden hätte. Nein, Er war verachtet und verlassen von den Menschen!“. Die Kriegsknechte spien Ihm ins Angesicht, schlugen Ihn mit der Faust und verhöhnten Ihn. Eine Dornenkrone drückten sie auf Sein Haupt. (Lies Jes. 52,14; [53,2b]; Joh. 9,28. 29; [19,5].) - Jetzt aber sehen wir Ihn, unseren hochgelobten Herrn, im Himmel mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Und wenn bald die Himmel sich öffnen werden über der Erde und Er wiederkommt in großer Macht und Herrlichkeit, dann wird Sein Haupt gekrönt sein mit vielen Kronen [Offenb. 19,11-13], und es wird heißen: „Nun ist das Heil und die Macht und die Königsherrschaft unseres Gottes erschienen, und Christus, Sein Gesalbter, hat die Macht empfangen. Denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte!“ [Offenb. 12,10. 11; vgl. 11,15-18.] - Wie die Bundeslade und wie der Schaubrottisch, so wurde auch der goldene Altar mit Ringen versehen, durch welche goldüberzogene Tragstangen gesteckt wurden! - Wie alle Geräte des Heiligtums, so sollte auch der goldene Altar die Wanderzeit des Volkes Gottes mitmachen. Das sagt uns im Bild, daß die Fürbitte und das Hohepriestertum unseres großen Heilandes gerade während unserer Erdenpilgerschaft unser Schutz, unsere Hilfe, unsere Bewahrung und unser Trost ist, und daß Er durch alle Versuchungen und Leiden dieser Zeit uns siegreich hindurchzubringen vermag. „Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der mit unseren Schwachheiten kein Mitleid haben könnte, sondern einen solchen, der in allen Stücken ebenso auf die Probe gestellt und versucht worden ist wie wir, der aber nie gesündigt hat! - Deshalb wollen wir freudig an unserem Bekenntnis festhalten und mit der größten Zuversicht dem Gnadenthron nahen, um Barmherzigkeit zu empfangen und Gnade zu finden zur rechtzeitigen Hilfe!“ - Schon der Prophet Jesaja sagt von dem Herrn, daß Er Sein Volk Israel mit so großer Gnade und mitfühlender Barmherzigkeit getragen hat: „In all ihrer Bedrängnis war Er bedrängt, und der Engel Seines Angesichts hat sie hindurchgerettet. In Seiner Liebe und in Seiner Erbarmung hat Er sie erlöst. Und Er hob sie empor und trug sie alle Tage!“ [Jes. 63,9; lies Ps. 66,10-13.]

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