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JAHRGANG 1935
August 1935

Sonnabend, den 31. August 1935


2. Mose 37,1-9

Die Bundeslade war, wie wir wissen, fürs Allerheillgste bestimmt. Sie war gleichsam der Thron Gottes, der Ausdruck und Sitz Seiner Herrlichkeit über alle Menschen. Er ist Jehova - nicht nur der Gott Israels, sondern auch der Gott der ganzen Erde! - Die Bundeslade und der auf ihr liegende Versöhnungsdeckel, welcher auch „der Gnadenthron“ heißt - sie geben uns, als ein Ganzes betrachtet, ein treffendes Vorbild von Christus in Seiner herrlichen göttlichen Person und in Seinem vollbrachten Erlösungswerke. Nachdem Er in Seinem Leben das Gesetz Gottes in Sich getragen und geehrt hatte, wurde Er in Seinem Tode die Versöhnung für jeden Glaubenden! Gottes Gnade konnte ja nur auf einer Grundlage vollkommener Gerechtigkeit beruhen und sich offenbaren! (Röm. 5,21.) - Das Gold, das die Bundeslade überkleidet, ist ein Bild der göttlichen Herrlichkeit, Vollkommenheit und Gerechtigkeit, während das Akazienholz hindeutet auf die reine Menschheit des Herrn Jesu. Inwendig und auswendig war alles göttlich und vollkommen an Ihm und in Seinem Erdenleben! (Lies Joh. 1,14.) - So ging Er durch diese Welt zum Wohlgefallen des Vaters. (Lies Joh. 12,49.50.) Die vier Evangelien zeigen Ihn uns so. Dürfen wir hier denken an die vier Seiten der Bundeslade? - Jedes der Evangelien zeigt uns unseren hochgelobten Herrn von einer anderen Seite: Matthäus stellt uns den Herrn Jesus vor Augen als den von Gott gesandten Messias und König Israels. - Markus zeigt Ihn uns als den großen Diener Gottes und der Menschen! - Lukas stellt uns unseren Heiland dar als den Menschen nach dem Herzen Gottes, den großen Menschenfreund und Retter der Verlorenen. - Johannes lehrt uns Ihn erkennen als den eingeborenen Sohn Gottes, der von Ewigkeit her beim Vater war und uns die ganze Liebe und Herrlichkeit des Vaters kundgemacht hat. - Durch die Ringe und Tragstangen nahm die Bundeslade gleichsam einen Pilgercharakter an. So ist unser Herr Jesus als Pilger und himmlischer Fremdling durch die Welt gegangen, bis Er in dem himmlischen Tempel Gottes auf ewig Seinen Platz in Herrlichkeit eingenommen hat! - Ist es für uns nicht außerordentlich tröstlich und erquickend, zu sehen, daß unser hochgelobter Herr die Kämpfe und Leiden, die Gefahren und Proben des Weges durch diese Welt ganz durchgekostet hat und daher völlig mit uns fühlen kann, wenn wir uns jetzt noch auf diesem Wege befinden? - Ja, Er hat uns Seine Fußtapfen zurückgelassen, so daß wir Seinen Weg gehen und Ihm ähnlich werden können, bis wir dort anlangen, wo Er in Herrlichkeit jetzt thront!

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