BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Juli 1935

Montag, den 22. Juli 1935


2. Mose 35,1-3

Die Kapitel 32-34 lassen uns in erschütternder Weise die Sünde Israels: die Herstellung und Anbetung des Goldenen Kalbes miterleben. Man muß diese Kapitel ansehen wie einen furchtbaren Riß - wie eine tiefe Kluft, die sich plötzlich zwischen den wundervollen Offenbarungen Gottes auftut und uns hineinschauen läßt in die erschreckenden Möglichkeiten des ungetreuen Menschenherzens. Der einzige, der imstande war, in diesen Riß zu treten und ihn zu heilen - der einzige, der diese furchtbare Kluft ausfüllen konnte mit seinen Feuergebeten in vierzig Tagen und vierzig Nächten - es war Mose, der Knecht Gottes, der große Mittler zwischen dem tiefgefallenen Israel und seinem Gott! - „Israel machte ein Kalb am Horeb und bückte sich vor einem gegossenen Bild. Sie vertauschten ihre Herrlichkeit gegen das Bild eines Stieres, der Gras frißt. Sie vergaßen Gottes, ihres Retters, der so Großes für sie getan in Ägypten, Wundertaten im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer! Da sprach Er, daß Er sie vertilgen wollte, wenn nicht Mose, Sein Auserwählter, sich vor Ihm in den Riß gestellt hätte, um Seinen Grimm vom Verderben abzuwenden!“ - Mose ruht nicht, sondern er bestürmt Gottes Thron und Gottes Herz, bis er endlich, endlich die gnadenvolle Antwort aus dem Munde Gottes erlangt: „Mein Angesicht wird mitgehen, und Ich werde dir Ruhe geben!“ - Nach all diesem Erleben knüpft nun Kap. 35,1 unmittelbar an an Kap. 31,17. 18. Dort war Gott in Seiner Offenbarung an Mose zum Schluß stehengeblieben bei dem Sabbatgebot (2. Mos. 31,12-17) und kommt hier kurz auf dasselbe zurück. - Am siebenten Tage hatte Gott einst nach Vollendung des Schöpfungswerkes - eigentlich der Wiederherstellung der durch Satan zerstörten Schöpfung! - geruht, und Adam und Eva hätten dauernd mit Gott köstliche Ruhe und Gemeinschaft pflegen dürfen als Seine dankbaren Geschöpfe, Ebenbilder und Anbeter. Doch wir wissen, in welch furchtbarer Weise diese Ruhe und Segnung zerstört wurde: Satan, der Versucher und Verderber, kam herein, und das Menschenpaar ließ sich von ihm zum Ungehorsam und Abfall von Gott verleiten. Die Sünde ist in die Welt gekommen und hat hier in Gottes Schöpfung Verderben und Elend, Not, Jammer und Tod verbreitet! [Lies Röm. 5,12; 6,20. 21; 8,19-23.] - Konnte Gott nun angesichts einer gefallenen und ins Verderben sinkenden Welt und inmitten der Sünde, des Seufzens und der Tränen Seiner Menschenkinder noch ruhen? O nein, Er ist ja die Liebe und ist reich an Barmherzigkeit! Er will nicht den Tod des Sünders, sondern dessen Rettung und ewiges Heil. „Denn so sehr hat Gott die ganze Menschheit geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn sandte und opferte, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern schon jetzt das ewige Leben habe!“ [Lies Tit. 3,3-7.] - Ja, der Herr Jesus ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören und die Menschen zu erlösen! Als Jesus sterbend am Kreuze ausrief: „Es ist vollbracht!“ da war dem Teufel endgültig die Macht genommen und ein ewiger Sieg über ihn davongetragen - da war das große Werk der Erlösung und Versöhnung vollendet und der Grund gelegt, daß nun der wahre, ewige Sabbat für Gott und Sein Volk anbrechen - von seligen Herzen gefeiert werden kann in alle Ewigkeit! - Heute noch ladet der große Heiland schuldbeladene, sündenmüde Menschenkinder ein: „Kommt her zu Mir, die ihr euch abquält und von schwerer Last bedrückt seid! Ich will euch erquicken und euch Ruhe schenken!“ - Liebes Herz sehnst du dich nach Ruhe? Soll für dich der wahre Sabbat anbrechen? (Lies 2. Kor. 5,17-21; Hebr. 4,9-11.)

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