BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 446 (Das Gebot des HERRN, sechs Tage zu arbeiten und den siebenten Tag ruhend zu heiligen )
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

1. Das Gebot des HERRN, sechs Tage zu arbeiten und den siebenten Tag ruhend zu heiligen (2. Mose 35,1-3)


2. Mose 35,1-3

1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: 2 Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben. 3 Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.

Die Kapitel 32-34 lassen uns in erschütternder Weise die Sünde Israels: die Herstellung und Anbetung des Goldenen Kalbes miterleben. Man muß diese Kapitel ansehen wie einen furchtbaren Riß - wie eine tiefe Kluft, die sich plötzlich zwischen den wundervollen Offenbarungen Gottes auftut und uns hineinschauen läßt in die erschreckenden Möglichkeiten des ungetreuen Menschenherzens. Der einzige, der imstande war, in diesen Riß zu treten und ihn zu heilen - der einzige, der diese furchtbare Kluft ausfüllen konnte mit seinen Feuergebeten in vierzig Tagen und vierzig Nächten - es war Mose, der Knecht Gottes, der große Mittler zwischen dem tiefgefallenen Israel und seinem Gott! - „Israel machte ein Kalb am Horeb und bückte sich vor einem gegossenen Bild. Sie vertauschten ihre Herrlichkeit gegen das Bild eines Stieres, der Gras frißt. Sie vergaßen Gottes, ihres Retters, der so Großes für sie getan in Ägypten, Wundertaten im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer! Da sprach Er, daß Er sie vertilgen wollte, wenn nicht Mose, Sein Auserwählter, sich vor Ihm in den Riß gestellt hätte, um Seinen Grimm vom Verderben abzuwenden!“ - Mose ruht nicht, sondern er bestürmt Gottes Thron und Gottes Herz, bis er endlich, endlich die gnadenvolle Antwort aus dem Munde Gottes erlangt: „Mein Angesicht wird mitgehen, und Ich werde dir Ruhe geben!“ - Nach all diesem Erleben knüpft nun Kap. 35,1 unmittelbar an an Kap. 31,17. 18.

2. Mose 35,17.18 -- 17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. 18 Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.

Dort war Gott in Seiner Offenbarung an Mose zum Schluß stehengeblieben bei dem Sabbatgebot (2. Mos. 31,12-17) und kommt hier kurz auf dasselbe zurück.

2. Mose 31,12-17 -- 12 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 13 Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der HERR bin, der euch heiligt. 14 Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. 15 Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. 16 Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, daß sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund. 17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.

Am siebenten Tage hatte Gott einst nach Vollendung des Schöpfungswerkes - eigentlich der Wiederherstellung der durch Satan zerstörten Schöpfung! - geruht, und Adam und Eva hätten dauernd mit Gott köstliche Ruhe und Gemeinschaft pflegen dürfen als Seine dankbaren Geschöpfe, Ebenbilder und Anbeter. Doch wir wissen, in welch furchtbarer Weise diese Ruhe und Segnung zerstört wurde: Satan, der Versucher und Verderber, kam herein, und das Menschenpaar ließ sich von ihm zum Ungehorsam und Abfall von Gott verleiten. Die Sünde ist in die Welt gekommen und hat hier in Gottes Schöpfung Verderben und Elend, Not, Jammer und Tod verbreitet! [Lies Röm. 5,12; 6,20. 21; 8,19-23.]

Römer 5,12 -- 12 Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben. / Römer 6,20.21 -- 20 Denn da ihr der Sünde Knechte wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. 21 Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn ihr Ende ist der Tod. / Römer 8,19-23 -- 19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. 20 Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deswillen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung. 21 Denn auch die Kreatur wird frei werden vom Dienst des vergänglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnt sich mit uns und ängstet sich noch immerdar. 23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung.

Konnte Gott nun angesichts einer gefallenen und ins Verderben sinkenden Welt und inmitten der Sünde, des Seufzens und der Tränen Seiner Menschenkinder noch ruhen? O nein, Er ist ja die Liebe und ist reich an Barmherzigkeit! Er will nicht den Tod des Sünders, sondern dessen Rettung und ewiges Heil. „Denn so sehr hat Gott die ganze Menschheit geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn sandte und opferte, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern schon jetzt das ewige Leben habe!“ [Lies Tit. 3,3-7.]

Lies Titus 3,3-7 -- 3 Denn wir waren weiland auch unweise, ungehorsam, verirrt, dienend den Begierden und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bosheit und Neid, waren verhaßt und haßten uns untereinander. 4 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, 6 welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, 7 auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.

Ja, der Herr Jesus ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören und die Menschen zu erlösen! Als Jesus sterbend am Kreuze ausrief: „Es ist vollbracht!“ da war dem Teufel endgültig die Macht genommen und ein ewiger Sieg über ihn davongetragen - da war das große Werk der Erlösung und Versöhnung vollendet und der Grund gelegt, daß nun der wahre, ewige Sabbat für Gott und Sein Volk anbrechen - von seligen Herzen gefeiert werden kann in alle Ewigkeit! - Heute noch ladet der große Heiland schuldbeladene, sündenmüde Menschenkinder ein: „Kommt her zu Mir, die ihr euch abquält und von schwerer Last bedrückt seid! Ich will euch erquicken und euch Ruhe schenken!“ - Liebes Herz sehnst du dich nach Ruhe? Soll für dich der wahre Sabbat anbrechen? (Lies 2. Kor. 5,17-21; Hebr. 4,9-11)

2. Korinther 5,17-21 -- 17 Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 18 Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnt hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 19 Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott. 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. / Hebräer 4,9-11 -- 9 Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. 10 Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen. 11 So lasset uns nun Fleiß tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbe Beispiel des Unglaubens.

(Montag, 22. Juli 1935)

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