BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Juni 1935

Mittwoch, den 12. Juni 1935


2. Mose 34,11-17

Da nun der Bund erneuert ist, wiederholt der Herr dem Mose zwei Hauptbestimmungen, die schon in den früheren Verordnungen niedergelegt waren und die Grundpfeiler bilden, auf welchen der erneuerte Bund bestehen soll: 1. die Warnung vor jedem Bündnis mit den Kanaanitern, den bisherigen starken Bewohnern des verheißenen Landes [V. 11-17], 2. die Feste, die Israel seinem Gott feiern durfte, und die damit in Verbindung stehenden Anordnungen. [V. 18-26.] - Zuletzt gebietet der Herr Seinem Knecht, all das soeben Erlebte niederzuschreiben, weil es die Grundlage des erneuerten Bundesverhältnisses ist. [V. 27.] - Gott beginnt hier mit dem, was Er für Sein Volk tun will bei ihrem Einzug in das verheißene Land. Er Selbst will vor ihnen die starken Völker vertreiben, ja vernichten, die bisher noch das Land der Verheißung innehaben. Das tut Gott einerseits, um Sein erlöstes Bundesvolk tatsächlich in den Besitz des Landes zu bringen, andererseits, um sie zu hüten vor deren schlimmem und gefährlichem Einfluß! Daher warnt Gott Israel in V. 12 vor irgendwelchen Bündnissen mit diesen Völkern, damit diese dem Volke Gottes nicht zum Fallstrick werden! - Der Bund des Herrn mit Israel schloß also eine Verbindung mit den heidnischen Nationen grundsätzlich aus. Nicht nur waren jene Nationen sittlich aufs tiefste gesunken - sie waren auch gänzlich ihren Götzen ergeben und beteten diese an. So war es klar, daß - sobald Israel sich mit ihnen verband, die persönlichen Beziehungen des täglichen Lebens für das Volk Gottes eine Brücke bildeten, wiederum in Götzendienst verstrickt und in alle heidnischen Sündentiefen hinuntergezogen zu werden! Erlangten dann gar Götzendiener Familienrechte in Israels Mitte durch gegenseitige Verheiratung der Söhne und Töchter, so war die Mauer heiliger Absonderung, die Gott um Sein geliebtes Volk gebaut hatte, durchbrochen. Leider ist es später - ja nur zu bald! - zu solcher Verbindung mit den heidnischen Völkern und ihrem Götzendienst gekommen. Bereits das Buch der Richter sagt uns gar Trauriges hierüber. Wie schnell büßte Israel seine durch Gnade erlangte hohe Stellung und Segnung als Volk Jehovas ein! (Lies [4. Mos. 25,1-9]; vgl. Richter 1,28-33; 2,1-3.11-15.) - Die wir dem Herrn angehören und Ihm dienen als Zeugen Seiner rettenden Gnade, als Sein auserwähltes Volk (1. Petr. 2,9. 10) - wir stehen mit unseren Familien in der gleichen großen Gefahr wie damals Israel und haben alle Ursache, mit unserem innersten Herzen unserem Gott anzuhangen und es im Blick auf unsere Söhne und Töchter wie auf uns selbst tiefernst zu nehmen mit dem Geschiedensein und Geschiedenbleiben von der Sünde, von der Welt und ihrem Wesen! - Sehr wichtig ist es, daß unsere Kinder es uns frühe abspüren, wie geheiligt und glückselig man in der Nachfolge des Herrn Jesu ist - daß wir ihnen dann aber auch von klein auf diese heilige Grenzlinie einprägen, welche die Kinder Gottes von den Kindern der Welt scheidet! - Nur eine glückliche, nahe Gemeinschaft mit Gott kann uns davor bewahren, diese Absonderung von der Welt gesetzlich starr und hochmütig zu gestalten und sie ihrer wahren Bedeutung zu berauben. Unsere Kinder sollen frühe die Freuden und Erquickungen kennen lernen, die man vor dem Angesicht Gottes alle Tage findet - auch inmitten der Mühen und Widrigkeiten, die ja keinem Kinde Gottes erspart bleiben! [Lies 2. Mos. 23,22-33.]

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