BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 427 (GEBOT 1: Keinen Bund mit den Kanaanitern und keine Götzenbilder)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

13. GEBOT 1: Keinen Bund mit den Kanaanitern und keine Götzenbilder (2. Mose 34,11-17)


2. Mose 34,11-17

11 Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoßen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. 12 Hüte dich, daß du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, daß sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden; 13 sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten; 14 denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er. 15 Daß du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Göttern nachlaufen und opfern ihren Göttern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest, 16 und daß du nehmest deinen Söhnen ihre Töchter zu Weibern und dieselben dann ihren Göttern nachlaufen und machen deine Söhne auch ihren Göttern nachlaufen. 17 Du sollst dir keine gegossenen Götter machen.

Da nun der Bund erneuert ist, wiederholt der Herr dem Mose zwei Hauptbestimmungen, die schon in den früheren Verordnungen niedergelegt waren und die Grundpfeiler bilden, auf welchen der erneuerte Bund bestehen soll: 1. die Warnung vor jedem Bündnis mit den Kanaanitern, den bisherigen starken Bewohnern des verheißenen Landes [V. 11-17], 2. die Feste, die Israel seinem Gott feiern durfte, und die damit in Verbindung stehenden Anordnungen. [V. 18-26.]

2. Mose 34,18-26 -- 18 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen. 19 Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was männlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf. 20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lösen. Wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. Und daß niemand vor mir leer erscheine! 21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pflügen und mit Ernten. 22 Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. 23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels. 24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott. 25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesäuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen. 26 Die Erstlinge von den Früchten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.

Zuletzt gebietet der Herr Seinem Knecht, all das soeben Erlebte niederzuschreiben, weil es die Grundlage des erneuerten Bundesverhältnisses ist. [V. 27.]

2. Mose 34,27 -- Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.

Gott beginnt hier mit dem, was Er für Sein Volk tun will bei ihrem Einzug in das verheißene Land. Er Selbst will vor ihnen die starken Völker vertreiben, ja vernichten, die bisher noch das Land der Verheißung innehaben. Das tut Gott einerseits, um Sein erlöstes Bundesvolk tatsächlich in den Besitz des Landes zu bringen, andererseits, um sie zu hüten vor deren schlimmem und gefährlichem Einfluß! Daher warnt Gott Israel in V. 12 vor irgendwelchen Bündnissen mit diesen Völkern, damit diese dem Volke Gottes nicht zum Fallstrick werden! - Der Bund des Herrn mit Israel schloß also eine Verbindung mit den heidnischen Nationen grundsätzlich aus. Nicht nur waren jene Nationen sittlich aufs tiefste gesunken - sie waren auch gänzlich ihren Götzen ergeben und beteten diese an. So war es klar, daß - sobald Israel sich mit ihnen verband, die persönlichen Beziehungen des täglichen Lebens für das Volk Gottes eine Brücke bildeten, wiederum in Götzendienst verstrickt und in alle heidnischen Sündentiefen hinuntergezogen zu werden! Erlangten dann gar Götzendiener Familienrechte in Israels Mitte durch gegenseitige Verheiratung der Söhne und Töchter, so war die Mauer heiliger Absonderung, die Gott um Sein geliebtes Volk gebaut hatte, durchbrochen. Leider ist es später - ja nur zu bald! - zu solcher Verbindung mit den heidnischen Völkern und ihrem Götzendienst gekommen. Bereits das Buch der Richter sagt uns gar Trauriges hierüber. Wie schnell büßte Israel seine durch Gnade erlangte hohe Stellung und Segnung als Volk Jehovas ein! Lies [4. Mos. 25,1-9]

4. Mose 25,1-9 -- 1 Und Israel wohnte in Sittim. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Töchtern, 2 welche luden das Volk zum Opfer ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. 3 Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da ergrimmte des HERRN Zorn über Israel, 4 und er sprach zu Mose: nimm alle Obersten des Volks und hänge sie dem HERRN auf an der Sonne, auf daß der grimmige Zorn des HERRN von Israel gewandt werde. 5 Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwürge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben. 6 Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianitin vor den Augen Mose's und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor der Tür der Hütte des Stifts. 7 Da das sah Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spieß in seine Hand 8 und ging dem israelitischen Mann nach hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hörte die Plage auf von den Kindern Israel. 9 Und es wurden getötet in der Plage vierundzwanzigtausend.

vgl. Richter 1,28-33; 2,1-3.11-15

Richter 1,28-33 -- 28 Da aber Israel mächtig war, machte es die Kanaaniter zinsbar und vertrieb sie nicht. 29 Desgleichen vertrieb auch Ephraim die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten, sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen zu Geser. 30 Sebulon vertrieb auch nicht die Einwohner von Kitron und Nahalol; sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen und waren zinsbar. 31 Asser vertrieb die Einwohner zu Akko nicht noch die Einwohner zu Sidon, zu Ahelab, zu Achsib, zu Helba, zu Aphik und zu Rehob; 32 sondern die Asseriter wohnten unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten, denn sie vertrieben sie nicht. 33 Naphthali vertrieb die Einwohner nicht zu Beth-Semes noch zu Beth-Anath, sondern wohnte unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten. Aber die zu Beth-Semes und zu Beth-Anath wurden zinsbar. / Richter 2,1-3.11-15 -- 1 Es kam aber der Engel des HERRN herauf von Gilgal gen Bochim und sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und in das Land gebracht, das ich euren Vätern geschworen habe, und sprach, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich; 2 ihr aber solltet keinen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes und ihre Altäre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan? 3 Da sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, daß sie euch zum Strick werden und ihre Götter zum Netz. ... 11 Da taten die Kinder Israel übel vor dem HERRN und dienten den Baalim 12 und verließen den HERRN, ihrer Väter Gott, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den HERRN; 13 denn sie verließen je und je den HERRN und dienten Baal und den Astharoth. 14 So ergrimmte der Zorn des HERRN über Israel und gab sie in die Hand der Räuber, daß diese sie beraubten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen; 15 sondern wo sie hinaus wollten, da war des HERRN Hand wider sie zum Unglück, wie denn der HERR ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart gedrängt

Die wir dem Herrn angehören und Ihm dienen als Zeugen Seiner rettenden Gnade, als Sein auserwähltes Volk (1. Petr. 2,9. 10)

1. Petrus 2,9.10 -- 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; 10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.

wir stehen mit unseren Familien in der gleichen großen Gefahr wie damals Israel und haben alle Ursache, mit unserem innersten Herzen unserem Gott anzuhangen und es im Blick auf unsere Söhne und Töchter wie auf uns selbst tiefernst zu nehmen mit dem Geschiedensein und Geschiedenbleiben von der Sünde, von der Welt und ihrem Wesen! - Sehr wichtig ist es, daß unsere Kinder es uns frühe abspüren, wie geheiligt und glückselig man in der Nachfolge des Herrn Jesu ist - daß wir ihnen dann aber auch von klein auf diese heilige Grenzlinie einprägen, welche die Kinder Gottes von den Kindern der Welt scheidet! - Nur eine glückliche, nahe Gemeinschaft mit Gott kann uns davor bewahren, diese Absonderung von der Welt gesetzlich starr und hochmütig zu gestalten und sie ihrer wahren Bedeutung zu berauben. Unsere Kinder sollen frühe die Freuden und Erquickungen kennen lernen, die man vor dem Angesicht Gottes alle Tage findet - auch inmitten der Mühen und Widrigkeiten, die ja keinem Kinde Gottes erspart bleiben! [Lies 2. Mos. 23,22-33.]

2. Mose 23,22-33 -- 22 Wirst du aber seiner Stimme hören und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. 23 Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge, 24 so sollst du ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Götzen umreißen und zerbrechen. 25 Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. 26 Es soll nichts Unträchtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden. 27 Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben. 28 Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. 29 Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoßen vor dir, auf daß nicht das Land wüst werde und sich wilde Tiere wider dich mehren; 30 einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis du wächsest und das Land besitzest. 31 Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, daß du sie sollst ausstoßen vor dir her. 32 Du sollst mit ihnen oder mit ihren Göttern keinen Bund machen; 33 sondern laß sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie dich nicht verführen wider mich. Denn wo du ihren Göttern dienst, wird dir's zum Fall geraten.

(Mittwoch, 12. Juni 1935)

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