BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Mai 1935

Sonnabend, den 25. Mai 1935


2. Mose 33,12.13

Mose nimmt also hier den Auftrag auf, denn der Herr ihm in Kap. 32,34 und 33,1. 2 gegeben hat. Er fühlt sich schwach in sich selbst. Er braucht jemanden, der mit ihm geht und sehnt sich nach keinem anderen Begleiter als nach dem Herrn Selbst! Er beruft sich darauf, daß der Herr ihn in ein besonderes Vertrauensverhältnis hineingezogen und ihn Seiner Gnade, Seines Wohlgefallens versichert hat. - Wir werden erinnert an den Apostel Paulus, dem der Herr versicherte: „Meine Gnade - Mein persönliches Wohlgefallen ist genug für dich, denn Meine Kraft offenbart sich in deiner Schwachheit!“ - Auf dieses Zeugnis der Gnade und der Vertrautheit sich stützend, bittet Mose: „Herr, laß mich doch Deinen Weg wissen!“, d.h. tue mir kund, was Du mit Deinem Volk Israel vorhast, und wie Du Deine Straf= und Erziehungswege in Einklang bringst mit Deinem wunderbaren, großen Heilsplan, den Du über Israel gefaßt hast, und den Du ganz gewiß zur Ausführung und Vollendung bringst! - Das Wort „Dein Weg“ oder „des Herrn Weg“ findet sich überaus häufig in der Schrift. Es zeigt uns die Richtung, die Bahn, welche Gott in dieser dunklen Welt für diejenigen bereitet hat, die sich ihm kindlich und gehorsam anvertrauen - die Er zu Seiner Herrlichkeit beruft und bringen wird! - So fleht später David - vielleicht angeregt durch die Bitte des Mose: „Deine Wege, Herr, tue mir kund - Deine Pfade lehre mich; leite mich in Deiner Wahrheit!“ „Lehre mich, Herr, den Weg Deiner Satzungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende!“ - Wir denken auch an das wichtige Wort: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und das Licht auf meinem Wege!“ - Ja, das einzige Licht, in welchem wir alles richtig erkennen, und welches vermag, uns Schritt für Schritt den göttlichen Weg zu zeigen - es ist die Heilige Schrift! - Wir brauchen unbedingt die Gewißheit, auf dem göttlichen Weg uns zu befinden und vorwärts zu kommen! Es hängt alles für uns davon ab, daß wir mit Gott in Übereinstimmung sind, daß wir Ihm wohlgefallen und daß wir zur rechten Zeit das Ziel erreichen, das Er Sich hier in unserer kurzen Erdenzeit mit uns gesteckt hat!- Mose fühlte seine große Verantwortung für das ihm anvertraute Volk und auch für seine eigene Seele. Wie später ein Paulus, so rang und kämpfte auch er unablässig um stets erneute Einwirkungen des göttlichen Geistes in seinem Inneren! (Lies Phil. 3,7-14.) - Nichts anderes als die Macht und Barmherzigkeit Gottes und das Licht Seines Angesichts konnte Mose samt Israel zum ewigen Ziele bringen. (Lies Ps. 43,3; 44,3 [Luth. 4].) - In den Wegen und Führungen, in den Absichten und Zielen Gottes wollte Mose Ihn Selbst, seinen herrlichen Gott, besser kennenlernen, und das eine Begehren erfüllte ihn dabei: diesen seinen wunderbaren Gott zu ehren - Ihm wohlgefällig zu sein und zu bleiben: „Wenn ich Gnade gefunden habe in Deinen Augen, so laß mich doch Deinen Weg wissen, daß ich Dich erkenne - damit ich (auch mit meinem ganzen Tun und Lassen - mit meinem Wandel und Verhalten) Gnade finde in Deinen Augen!“ - Wir dürfen ans innerstem Herzen beten: „Laß das Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor Dir, Herr, mein Fels und mein Erlöser!“ [Lies Ps. 143,10; Spr. 12,22; 16,7.]

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