BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Mai 1935

Freitag, den 24. Mai 1935


2. Mose 33,12-23

Es ist wunderbar, wie dem Mose nun eine Bitte nach der anderen erfüllt wird. Er macht sich in Beugung ganz eins vor Gott mit dem schuldigen und doch so hochgeliebten Volke: „Ich und Dein Volk!“ - Ein anderer hat im Blick auf die Glaubenden gesagt: „Siehe, Ich und die Kinder, die Du Mir gegeben hast!“, und wurde ihr Sündentilger! [Lies Hebr. 2,10-18.] - Mose empfing tatsächlich für das Volk alle erwünschten Gnaden. Israel soll - aus allen anderen Völkern ausgesondert und vor ihnen bevorzugt - das erwählte Volk des Herrn sein, wie Gott es ursprünglich beschlossen hatte. [2. Mos. 19,3-6; vgl. 1. Petr. 2,9.] „Auch dieses, was du gesagt hast, werde Ich tun!“ sprach der Herr. - Und uns verspricht Er: „Wenn ihr in Mir bleibet und Meine Worte in euch bleiben, so könnt ihr bitten, was ihr wollt, und es soll euch zuteil werden! - Hierdurch wird Mein Vater geehrt und verherrlicht!“ - Es gehört aber viel dazu!! - Und nun hat Mose noch eine ganz persönliche Bitte: „Herr laß mich doch Dein Angesicht sehen!“ Doch diese Bitte konnte ihm noch nicht gewährt werden - dies mußte vertagt werden auf die jenseitige Welt: „Du vermagst es jetzt noch nicht - du kannst nicht Mein Angesicht sehen, denn nicht kann ein Mensch Mich schauen und am Leben bleiben!“ Der irdische Leib - die geringe Kraft ist zu schwach, einen solch herrlichen Anblick zu ertragen. - Als der Herr Jesus an jenem Sonntag auf der Insel Patmos dem geliebten Jünger Johanes erschien, um ihm die wunderbare Offenbarung anzuvertrauen, da fiel dieser zu Seinen Füßen wie tot! „Und Er legte Seine Rechte auf ihn und sprach: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige! Auch Ich war tot, und siehe. Ich bin lebendig in die Ewigkeit der Ewigkeiten!“ - Doch wenn der Herr etwas versagen muß, so hat Er einen kostbaren Ersatz bereit. Eine Felsenkluft war da - ganz nahe bei Gott. In dieser barg Gott ihn und bedeckte ihn mit dem Schatten Seiner Hand. So nur konnte die Herrlichkeit Gottes an ihm vorübergehen. [Lies 2. Mos. 34,5-10.] - Mose neigt sich eilends zur Erde und betet an. Und da er selbst so begnadigt ist, bittet er noch einmal um Vergebung und Annahme für das Volk. Und nachdem Mose vierzig Tage und Nächte flehend und ringend vor Ihm auf dem Angesicht gelegen hat, geht Gott mit Mose und dem Volke einen neuen Bund ein. - In 5. Mos. 9 erzählt Mose dem Volk von jenem zweitenmal, da er zu Gott auf den Berg stieg: „Mir war bange vor dem Zorn und vor dem Grimm, mit welchem der Herr über euch ergrimmt war, so daß Er euch vertilgen wollte. Und ich warf mich vor dem Herrn nieder wie das erstemal - vierzig Tage und vierzig Nächte; Brot aß ich nicht und Wasser trank ich nicht - um all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet, indem ihr tatet, was übel war in den Augen des Herrn, und was Ihn sehr reizte!“ - Hier können wir lernen, was es heißt, fürbittend für die oft schuldigen Brüder und Schwestern bei Gott eintreten. Beten für andere heißt: sich aufopfern für sie und ihre Sünden und Fehler auf sich nehmen in tiefem Schmerz und heißem Ringen und Flehen. (Lies Ps. 106,19-23.) - O daß Gott Sich viele solche Fürsprecher und Beter in Seinem Volke und für Sein Volk erwecken könnte in unseren Tagen. Wie viele Siege könnten dann errungen - wieviel Unehre für Gott erspart werden! - Von einem Epaphras konnte Paulus schreiben: „Er ist ein treuer Diener Christi für euch und ringt unablässig für euch in seinen Gebeten, damit ihr in dem ganzen Willen Gottes - in voller Geistesreife und klarer Überzeugung feststeht!“

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