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JAHRGANG 1935
März 1935

Montag, den 4. März 1935


2. Mose 30,32.33

Nachahmung der durch den Heiligen Geist hervorgebrachten Tugenden und köstlichen Früchte bedeutete es, wenn Ananias und Sapphira scheinen wollten, als brächten sie dem Herrn und Seiner Sache ein ganzes Opfer, wie es so viele andere in jenen Tagen taten. Besonders als ein Bruder, Josef mit Namen, seinen schönen Acker verkaufte und den Erlös mit glücklichem Herzen den Aposteln zu Füßen legte, da fühlten sich Ananias und Sapphira gedrungen, das Gleiche zu tun. - Das Gleiche, und doch durchaus nicht das Gleiche! Denn wie verschieden war der innere Stand dieses Ehepaares von dem des einfältigen, treuen Josef, dem die Brüder den Beinamen zulegten: Barnabas, d.h. „Sohn des Trostes“ oder: „Sohn, der uns erquickt“. - Dafür wollten Ananias und Sapphira auch gelten, aber es fehlte ihnen die Aufrichtigkeit, das für den Herrn brennende Herz, die selbstlose Liebe! Während des Barnabas Gabe „ein Gott angenehmes und wohlgefälliges Opfer, ein duftender Wohlgeruch“ war, fühlte Petrus, als Ananias das Geld brachte, sofort die innere Kälte, die Finsternis. Ja, der Heilige Geist, der in dem Apostel so mächtig und ungetrübt wirken konnte, ließ ihn sofort die Sache bis auf den Grund durchschauen: „Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, daß du den Heiligen Geist belogen und von dem Kaufpreis des Feldes beiseite geschafft hast? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Gott!“ [Lies Apgesch. 4,36 - 5,11.] - Es war „nachgemachtes Salböl“, nicht die echte Wirkung und Frucht des Heiligen Geistes wie bei den übrigen. Und es wurde sofort wahr, was Gott einst im Gesetz angedroht hatte: „Wer dasselbe nachmacht, der soll ausgerottet werden aus seinem Volke!“ - Bei den Worten des Petrus sank Ananias um und verschied, und ebenso wenige Stunden später Sapphira, seine Frau. - „Eine große Furcht kam ob dieses Vorkommnisses über die ganze Gemeinde und über alle, welche dies hörten!“ so vernehmen wir. - Es ist im Kreise der Kinder Gottes ein eitles und zugleich ein frevelhaftes Beginnen, die Wirkungen und Gnadengaben des Heiligen Geistes nachahmen zu wollen - etwas scheinen und für etwas gelten zu wollen, was man im innersten Herzen und in Wirklichkeit vor Gott nicht ist! Die Schrift sagt: „Wenn jemand meint, etwas zu sein und ist es doch nicht, so täuscht und betrügt er sich selbst!“ - Der weise Salomo tut den treffenden Ausspruch: „Wolken und Wind und doch kein Regen - so ist ein Mann, der mit einem trügerischen Geschenk prahlt!“ (Spr. 25,14.) - Wie auffallend trifft dies Wort auf Ananias und Sapphira zu - aber auch auf so viele Menschen heute, die Gott mit ihren Lippen ehren und mit äußerlichem, frommem Tun gefallen wollen; doch Er, der große Herr, muß klagen: „Aber ihr Herz ist fern von Mir!“ - „Siehe, aufgeblasen - nicht aufrichtig ist ihr Inneres!“ (Hab. 2,4; vgl. Ps. 78,36.37.) - Die schönsten Früchte, die auf dem Boden der Natur gewachsen sind, und die liebenswürdigsten Züge, die die natürliche Art des Menschen hervorbringen kann, können im Heiligtum Gottes weder verwertet noch anerkannt werden! (Lies 1. Mos. 4,3-5; 1. Sam. 16,7b; Jes. 1,13-17.) (Die Verse 34-38 dieses Kapitels wurden schon behandelt am 6.-9. und 11. Februar.)

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